Schiffahrt in Bremerhaven Unterwasserblick auf Museumsschiff „Seute Deern“

Studierende der Hochschule Bremerhaven haben am Freitag mit Hilfe des Unterwasserroboters „Sunni“ die Frage geklärt, wie es unterhalb der Wasserlinie um das Museumsschiff „Seute Deern“ steht.
12.07.2019, 16:13
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Von Berit Böhme

Wie steht es unterhalb der Wasserlinie um das Museumsschiff „Seute Deern“? Dieser Frage gingen am Freitag Studierende der Hochschule Bremerhaven mit Hilfe des Unterwasserroboters „Sunni“ nach. Die angehenden Absolventen des Studiengangs „Maritime Technologien“ lenkten das etwa 40 mal 50 Zentimeter große Gerät. Sie lieferten den Forschern des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) Live-Bilder des 100 Jahre alten hölzernen Großseglers. Die Untersuchung soll die Planung für die Restaurierung des maroden Bremerhavener Wahrzeichens erleichtern.

Die „Seute Deern“ gehört zur Museumsflotte des DSM und liegt seit mehr als 50 Jahren im Alten Hafen. Die Aufnahmen überraschten Lars Kröger, der das Sanierungsprojekt leitet. „Ich habe erwartet, dass der Kiel im Schlick liegen würde“, sagte er. Doch zwischen Grund und Kiel seien 80 Zentimeter Platz. Trotz guter Sichtbedingungen sei der Holzzustand schwer einzuschätzen. „Der Bewuchs ist stärker als gedacht.“ Der Schiffskörper ist mit Algen, Seepocken und Muscheln bedeckt. Am Rumpf des hölzernen Frachtseglers gibt es kleine Spalten, über die Wasser eindringt. „Wir wollen mehrere große Lecksegel einbringen, um das Eindringen zu reduzieren“, so Kröger.

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Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich laut DSM auf 32 Millionen Euro. Der Bund beteiligt sich mit 17 Millionen Euro. Wann die Sanierung startet, ist offen.

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