Nach Umzug von Berufsschule

Waller Beirat will städtische Flächen neu entwickeln

Es ist noch unklar, was nach dem Umzug der Berufsschule in die Überseestadt, mit dem Schulgrundstück in Utbremen geschieht. Waller Ortspolitiker fordern den Bau eines Quartierbildungszentrums für den Ortsteil.
14.12.2019, 20:46
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Waller Beirat will städtische Flächen neu entwickeln
Von Anne Gerling

Was geschieht nach dem Umzug der Berufsschule für Großhandel, Außenhandel und Verkehr (BS GAV) in die Überseestadt mit dem etwa 10.000 Quadratmeter großen Schulgrundstück im Waller Ortsteil Utbremen? Dazu hat kürzlich der Waller Beirat einen Beschluss gefasst, und zwar ganz bewusst in einem sehr frühen Stadium der Diskussion, wie Christof Schäffer (Grüne) sagt: „Wir sind mit dem Antrag sehr früh an den Start gegangen, um Ideen von Leuten zuvorzukommen, die sich in dem Quartier womöglich gar nicht auskennen.“

Was dort nach Ansicht der Ortspolitiker neben bezahlbarem Wohnraum dringend gebraucht wird: Ein Quartiersbildungszentrum (QBZ), das Treffpunkt für die Menschen vor Ort, neue Heimat für ein benachbartes Jugendfreizeitheim und eine Kita – beide Häuser sind in städtischem Eigentum und baufällig – sowie Standort weiterer Einrichtungen aus dem Bereich Bildung und Kultur sein könnte. Ein gemeinsamer Antrag von Grünen, SPD und Linken, dem sich bei Enthaltung des AfD-Vertreters auch CDU und FDP anschlossen, zielt auf den Bau eines solchen QBZs, das die vierte Einrichtung dieser Art in Bremen wäre.

Lesen Sie auch

Im Antrag heißt es: „Uns ist es wichtig, dass an diesem zentralen Standort in dem dicht besiedelten und kinderreichen Ortsteil Utbremen ein Quartiersbildungszentrum (QBZ) entsteht, das langfristig die sozialen Herausforderungen im Ortsteil auffangen wird und Zukunftsimpulse in die Stadtgesellschaft hinein sendet. Zudem halten wir dort die Erstellung von Wohnungen für erforderlich, insbesondere für Familien.“

Sozial-, Bildungs-, Bau-, Wirtschafts- und Finanzressort sollen das QBZ bis zum Jahr 2024 planen und bauen, fordern die Waller, die schon einen Zeitplan erstellt haben. Der Bedarf sei definitiv da, sagt Jörg Tapking (Linke) mit Blick auf Sozialindikatoren und Erhebungen zum Bildungsstand: „Utbremen ist ein Ortsteil, der schon mal kurz davor war, ein Fördergebiet im Rahmen des Programms ‚Wohnen in Nachbarschaften‘ zu werden.“ Franz Roskosch (CDU) unterstreicht: „Ich finde es wichtig, frühzeitig an den Planungen beteiligt zu werden und nicht hinterher etwas vorgesetzt zu bekommen, was wir dann einfach nur noch abnicken.“

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+