WESER-KURIER-Weihnachtshilfe Geteilte Freude zum Fest

Spenden in Höhe von mehr als 440.000 Euro sind für die WESER-KURIER-Weihnachtshilfe eingegangen. Damit kann mehreren Hundert Bremer Familien das Weihnachtsfest verschönert werden.
24.12.2021, 06:22
Lesedauer: 2 Min
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Von WK

Dass Bremerinnen und Bremer aus freien Stücken zu teilen bereit sind, beweisen sie Jahr für Jahr, unter anderem durch Spenden an die WESER-KURIER-Weihnachtshilfe. Seit mehr als 20 Jahren bittet
der Verein Weihnachtshilfe, dem diese Zeitung, das Sozialressort und die Sparkasse Bremen angehören, um Geld für Mädchen und Jungen, die sich nicht darauf verlassen können, zum Weihnachtsfest reich beschenkt zu werden. Ihre Eltern können sich das nicht leisten.

Viele Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt haben auch in diesem Jahr ihre Herzen und Portemonnaies geöffnet: Von Anfang Oktober bis heute sind rund 441.000 Euro auf dem Spendenkonto der Weihnachtshilfe eingegangen. Sie stammen von mehr als 4000 Einzelpersonen, Familien, Firmen und Organisationen. Mehr als 300.000 Euro wurden bislang an 635 Familien ausgeschüttet, wegen der Fülle der Anträge werden Anfang nächsten Jahres weitere Anträge bewilligt. Jahr für Jahr schildern Familien – darunter oft Alleinerziehende – in dieser Zeitung, warum das Geld für nötige Anschaffungen nicht reicht. Die Kinder schießen in die Höhe, ein Möbelstück hat den Umzug nicht überstanden, die Nebenkosten steigen, das Budget ist durch die Reparatur einer Waschmaschine oder des Autos überstrapaziert.

Die hohe Spendensumme ist in zweifacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen mussten im zweiten Corona-Jahr wieder eine ganze Reihe von Veranstaltungen ausfallen, zu denen in den Vorjahren zugunsten der Weihnachtshilfe eingeladen worden war. Dazu gehörte auch das traditionelle Benefiz-Konzert in der Glocke mit den Bremer Philharmonikern, das in diesem Jahr nur live im Radio und als Mitschnitt auf einer CD zu hören war. Viele derjenigen, die Konzertkarten erworben hatten, haben sich die Kosten nicht erstatten lassen, sondern den Betrag dennoch gespendet.

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„Es ist enorm, wie groß die Anteilnahme in der Bevölkerung ist und wie ausgeprägt die Bereitschaft, ohne viele Worte denen zu helfen, die der Unterstützung bedürfen“, sagt David Koopmann, Vorstand der Bremer Tageszeitungen AG und Vorstandsmitglied der Weihnachthilfe. „So wird vielen Familien ein Weihnachtsfest ermöglicht, an dem die finanziellen Sorgen etwas weniger drücken.“

Zum anderen ist die Spendensumme bemerkenswert, weil wohl alle Bremerinnen und Bremer in diesem Jahr auf die eine oder andere Weise strapaziert worden sind – aufgrund der Pandemie. Dennoch war die Spendenbereitschaft groß, womöglich auch eingedenk der Erkenntnis, dass Menschen in schwierigen finanziellen Situationen es in solchen Krisenzeiten oft noch schwerer haben als andere.

Mit den Anträgen haben sich auch in diesem Jahr Mehmet Büyükgöncü vom Sozialressort und Jan Kutschker vom WESER-KURIER beschäftigt. Sie prüfen die Unterlagen auf Vollständigkeit, überprüfen die Bedürftigkeit und den Verwendungszweck. Manche Wünsche – wie der nach einer Playstation – können nicht erfüllt werden, die allermeisten schon. Es geht auch, aber nicht nur um Spielzeug, sondern auch um Kinderbetten und -schreibtische, um Lauf-, Drei- und Fahrräder, um warme Jacken oder Stiefel.

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Dass die Weihnachtshilfe seit vielen Jahren auf die Großzügigkeit der Bevölkerung bauen kann, ist nicht selbstverständlich, wenngleich in Bremen womöglich beinahe selbstverständlich. Der Sinn fürs Teilen hat in Bremen nachweislich Tradition. Seit Jahrhunderten stützen sich Initiativen und Vereine, Museen, die Kunsthalle und der Bürgerpark, das Haus Seefahrt und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf die Hilfe von Stiftungen, Freundeskreisen, Mäzenen. Die Zahl der gemeinnützigen Stiftungen soll nur in einer anderen Stadt größer sein – in Hamburg.

Info

Weitere Spenden sind willkommen. Die Kontodaten: IBAN DE 22 2905 0101 0001 1650 00 bei der Sparkasse Bremen (BIC: SBREDE22XXX), Stichwort "Aktion Weihnachtshilfe".

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