Kommentar zur Finanzspritze Bremens Flughafen braucht mehr Ehrlichkeit

Bremen greift seinem Flughafen mit einer Millionen-Finanzspritze unter die Arme. Woran es dem Flughafen neben dem nötigen Geld noch fehlt, kommentiert Florian Schwiegershausen.
24.10.2019, 21:34
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Bremens Flughafen braucht mehr Ehrlichkeit
Von Florian Schwiegershausen

Die Bremer sind stolz auf ihren Flughafen und seine Geschichte. Viele Lufthansa-Piloten tragen Bremen im Herzen, weil sie hier an der Verkehrsfliegerschule ihre ersten Starts und Landungen im Rahmen ihrer Ausbildung gemacht haben. Doch der Flughafen hat ein Millionenloch. Aus dem Umfeld der Wirtschaftsdeputation heißt es, dass ohne die bewilligte Finanzspritze die Flughafen GmbH bis Jahresende hätte Insolvenz beantragen müssen.

Aber vom Flughafen kommt ein Statement, das nichts von einer Insolvenz wissen will. Es ist nicht das erste Mal, dass der Bremer Flughafen die Situation herunterspielt. Als Ryanair vor einem Jahr meldete, dass die Airline Bremen als Basis aufgeben werde, hieß es auch, dass ja die meisten Verbindungen erhalten bleiben. Das Beschwichtigen á la „ist doch alles kein Problem“ nervt langsam.

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Wenn der Flughafen in seiner Kommunikation nicht mehr Ehrlichkeit an den Tag legt, verspielt er sein positives Ansehen. Das Herunterspielen der Probleme hilft niemandem. Die Bremer hätten auch gern vor der Bürgerschaftswahl genau erfahren, wie es um den Airport steht – aber auch da war wohl „alles kein Problem“.

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