Raumfahrtunternehmen

OHB investiert 20 Millionen in Bremen

Die Geschäfte beim Bremer Satellitenbauer laufen so gut, dass der Platz am Firmensitz im Technologiepark nicht mehr ausreicht. OHB will sich nun vergrößern.
20.09.2018, 12:48
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OHB investiert 20 Millionen in Bremen
Von Stefan Lakeband
OHB investiert 20 Millionen in Bremen

Die Zentrale von OHB steht im Bremer Technologiepark. Hier will das Weltraumunternehmen expandieren.

CARMEN JASPERSEN/dpa

Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB wächst. Viele Neueinstellungen und neue Projekte haben dafür gesorgt, dass sich die Firma nun am Standort im Technologiepark vergrößern muss. Das teilte OHB am Donnerstag mit. Insgesamt will der Satellitenbauer 20 Millionen Euro in den nächsten Jahren investieren.

„Die Investitionen sind durch die erfreuliche Auftragsentwicklung der vergangenen Jahre nötig geworden“, sagt der OHB-Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs. „Eine Reihe zusätzlicher Verträge und mehr als 200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben den Standort an die Grenze seiner Kapazitäten gebracht.“ Bis 2020 soll daher mehr Platz geschaffen werden.

Kernstück der Investition ist eine neue Reinraumhalle in unmittelbarer Nähe der Firmenzentrale am Technologiepark. Ende dieses Jahres soll der Grundstein für dieses Projekt gelegt werden; Mitte 2020 soll es fertig sein. Dann soll das neue Gebäude über mehrere Etagen verfügen, auf denen an Satelliten gebaut werden sollen, aber auch Büros untergebracht sind. Nach OHB-Angaben wird der Reinraum der größte seiner Klasse im gesamten Unternehmen sein. Insgesamt dürfen sich dann in der Luft pro Kubikmeter maximal 30.000 Partikel befinden, die größer als fünf Mikrometer sind. Zum Vergleich: ein Menschenhaar ist 50 Mikrometer dick. Diese Grenzwerte sind wichtig, da selbst kleinste Staubpartikel zum Ausfall eines Satelliten führen können.

Zusätzlich übernimmt OHB noch weitere, an das Firmengelände angrenzende Gebäude von anderen Unternehmen, um hier Labore und Büros einzurichten. Drei weitere Hallen werden zu kleineren Reinräumen ausgebaut.

OHB hat unter anderem im Frühjahr einen Auftrag über 300 Millionen Euro von der europäischen Weltraumagentur bekommen. Für die Esa sind die Bremer Hauptauftragnehmer für die Plato-Mission, bei der es darum geht, erdähnliche Planeten in der Umlaufbahn anderer Sonnensysteme zu finden und diese zu erforschen. Für die Bundesrepublik Deutschland soll OHB mehrere Aufklärungssatelliten bauen. Dieser Auftrag hat ein Volumen von etwa 400 Millionen Euro.

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