Neuer stellvertretender Vorsitzender Personalwechsel im Jugendparlament

Motivieren und die Arbeit verteilen - diesem Motto folgte Paul Plöger auch bei seiner letzten Sitzung in der Grasberger Jugendvertretung, Leon Bruns wurde zum neuen stellvertretender Vorsitzenden gewählt.
09.04.2021, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Undine Mader

Grasberg. Noch einmal hatte Paul Plöger die dunkelblaue Jacke mit dem Logo des Grasberger Jugendparlaments angezogen. Im Sitzungssaal des Rathauses diskutierte er über die Vernetzung von Sportvereinen und den geplanten Jugendbeteiligungstag, gerade so, als ob dies nicht seine letzte Sitzung bei der Jugendvertretung wäre. Erst ganz am Ende, als er die Karte und eine Mappe aus dem Rathaus erhielt, machte sich bei ihm Abschiedsstimmung breit. Die hielt sich allerdings in Grenzen. Bei seinem Nachfolger wisse er das Amt des Stellvertreters in guten Händen. Er sei außerdem nicht aus der Welt, versicherte der 20-Jährige den Mitgliedern des Jugendparlaments und den Jugendbeteiligungstag will er gemeinsam mit der Vorsitzenden Lisa Kück moderieren. Wann das sein wird, bleibt allerdings coronabedingt offen.

Fürs Leben gelernt

2016 wurde Plöger erstmals ins Jugendparlament gewählt. In diesen Jahren habe er „etwas fürs ganze Leben gelernt“, beispielsweise wie man an Projekte herangehe und organisiere. Gerade im Jugendparlament sei es anfangs schwierig, die neuen Mitglieder zu motivieren, aktive Aufgaben zu übernehmen. Das tut er denn in dieser Sitzung gemeinsam mit der Lisa Kück, als es um die Planung des Jugendbeteiligungstages geht. Ursprünglich war dieses Netzwerktreffen rund um die Jugendarbeit mit Gästen aus der Region für den 8. Mai vorgesehen, aber die jungen Leute haben sich schnell von diesem Datum verabschiedet. Geplant werde trotzdem, so Kück. Und Aufgaben wie die Finanzplanung, Einladungen, Organisation einer Vorstellungsrunde, Aufbau, Arbeitsgruppen, das Catering und Moderation wurden vergeben, getreu des Mottos von Paul Plöger, „die Aufgaben auf viele Leute zu verteilen“.

Inzwischen wohnt Paul Plöger in Bremen, sucht gerade den zu ihm passenden Studiengang und arbeitet beim Bremer DRK-Testzentrum. Mit diesem Ortswechsel begründete er sein Ausscheiden aus dem Jugendparlament. Der Bezug zu Grasberg sei weniger geworden. Plöger nimmt nicht nur das Wissen mit, sondern auch den Wunsch, sich in Bremen zu engagieren. Er habe sich schon informiert über Jugendgremien oder Politik, aber wegen Corona sei es schwer, Anschluss zu finden. Egal was seine Zukunft noch bringt, Paul Plöger weiß durch das Jugendparlament: „Politik besteht daraus, mit anderen zu reden und andere zu kennen.“

Leon Bruns gewählt

Um miteinander reden und sich besser zu kennen, war es auch den beiden Sitzungsgästen von der Turn- und Sportgemeinschaft Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf gegangen. Oliver Müller betonte die Hoffnung, dass der Verein und das Jugendparlament „gemeinsam etwas gestalten zu können, was dem Ort und der Grasberger Jugend zugutekommt“. Es gehe darum, die Menschen im Ort miteinander zu verbinden, ein Wir-Gefühl zu schaffen und sowohl junge Leute als auch Menschen mit Zeit und Lebenserfahrung einzubinden. „Ihr seid Multiplikatoren“, warb Müller. Paul Plöger sagte im anschließenden Gespräch: „Der Verein lebt davon, dass man sich selber einbringt.“ Zudem sollten die beiden großen Grasberger Vereine TSG WGE und TSV Dannenberg schauen, dass keine Doppelstrukturen aufgebaut werden.

Als Ersatz für Plöger wurde am Ende dieser Sitzung der 20-jährige Leon Bruns zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Grasberger Jugendparlaments gewählt. Er gehörte dem Gremium bereits von 2016 bis 2019 an und war dessen Vorsitzender. Nun kehrt Bruns als Nachrücker zurück und freut sich: „Dass ich noch mal dazu gehöre, hätte ich nicht gedacht.“

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