Abbruch der Tischtennis-Saison Nach Protesten: DTTB erklärt sich

Während die Online-Petition gegen die Entscheidung des DTTB im Internet weiter Fahrt aufnimmt, hat der Verband auf die zahlreichen Reaktionen der Sportlerinnen und Sportler reagiert.
06.04.2020, 10:41
Lesedauer: 1 Min
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Nach Protesten: DTTB erklärt sich
Von Tobias Dohr

Landkreis Osterholz. Während die Online-Petition gegen die Entscheidung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) im Internet weiter Fahrt aufnimmt, hat der Verband auf die zahlreichen Reaktionen der Sportlerinnen und Sportler reagiert. Mit einem Tag Verspätung hat der DTTB nach der offiziellen Bekanntgabe eines Saisonabbruchs mit Wertung des aktuellen – aber zum Teil extrem verzerrten – Tabellenstandes nun versucht, seine Beweggründe detailliert zu erklären.

Demnach sei es juristisch und der Wettspielordnung nach nicht möglich gewesen, die Saison zu annullieren oder den Tabellenstand nach der Hinrunde als Wertungsgrundlage heranzuziehen. Gleichwohl kündigte der Verband nun an, in bestimmten Fällen eine sogenannte Härtefallprüfung vornehmen zu wollen: „Der DTTB und die Landesverbände versuchen, einen Großteil der Härtefälle auf den verschiedenen Ebenen so gut es geht zu regeln.“ Die komplette Begründung des Verbandes zum Zustandekommen des viel diskutierten Urteils ist auf der offiziellen Seite des DTTB nachzulesen (www.tischtennis.de)

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Über eine Änderung der Wettspielordnung, die vermutlich für alle Mitglieder in dieser außergewöhnlichen und noch nie dagewesenen Krise mehr als nachvollziehbar gewesen wäre, wird dort allerdings kein Wort verloren. Genau das wird auch immer wieder von den Aktiven kritisiert. Weit über 100 Kommentare hatten sich auf der Facebook-Seite des Verbandes am Freitagabend bereits angesammelt – Tendenz steigend. Der große Tenor ist der, dass die nun gefundene Regelung definitiv mehr Ungerechtigkeiten mit sich bringt, als andere im Raum stehende Lösungen. Einige Vereine, die nun von der Regelung profitieren, weil sie mehr Spiele als andere Teams absolviert haben, kündigten sogar bereits an, auf mögliche Aufstiege im Sinne der Solidarität freiwillig verzichten zu wollen.

Bei der TuSG Ritterhude, die mit den nun feststehenden Abstiegen der ersten und zweiten Herren gleich doppelt bestraft ist (wir berichteten), kann man nun angesichts der angekündigten „Härtefallregelung“ jedenfalls wieder ein bisschen hoffen.

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