Stadtbibliothek Verden

Aussicht auf Auszeichnung

Die Stadtbibliothek Verden ist für den Deutschen Lesepreis nominiert. Für die Aktion "Bilderbuch des Jahres" winkt ihr eine Auszeichnung in der Kategorie "Herausragendes kommunales Engagement".
25.08.2021, 15:43
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Aussicht auf Auszeichnung
Von Marie Lührs

Für die Aktion "Bilderbuch des Jahres" könnte die Stadtbibliothek Verden im November mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichnet werden. Die erste Hürde ist bereits geschafft: Die Bibliothek ist eine von zehn Einrichtungen, die in der Rubrik "Herausragendes kommunales Engagement" nominiert sind. In fünf Kategorien wird der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Preis auf gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung vergeben, heißt es in der Ankündigung. Aus rund 400 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet wurden im ersten Schritt 50 Nominierte – zehn pro Kategorie – ausgewählt. 

"Wir freuen uns natürlich sehr", sagt Janina Jordis, die stellvertretende Leiterin der Stadtbibliothek. Die Bibliothek habe sich gleich mit mehreren Projekten für den Deutschen Lesepreis beworben.

Kinder geben Wertung ab

Das "Bilderbuch des Jahres" wird von der Stadtbibliothek in Kooperation mit der Buchhandlung Heine verliehen. Bereits seit 2010 gibt es diese Auszeichnung. 20 besondere Bücher – jeweils im Vorjahr erschienen – reisen dafür einige Wochen durch verschiedene Kindergärten und werden dort vorgelesen. Die jungen Zuhörenden können schließlich bewerten, wie gut ihnen jede einzelne Geschichte gefallen hat. Statt Noten vergeben sie dafür Punkte. Die werden am Ende zusammengezählt. Die drei bestbewerteten Bücher werden bei der Siegerehrung in der Stadtbibliothek vorgestellt.

Zur Preisverleihung sind häufig auch prominente Gäste aus der Kinderbücher-Szene in der Bibliothek am Holzmarkt zu Gast. So durften sich die Kinder beispielsweise schon einmal über den Besuch von Alexander Steffensmeier freuen. Das Gesicht des Illustrators ist den meisten zwar fremd, doch seine Kuh Lieselotte, die bereits in einer ganzen Reihe Bücher kuriose Abenteuer erlebt hat, kennt fast jedes Kind. 

Die Preisverleihung für das Bilderbuch des Jahres 2019 fand allerdings ohne prominente Gäste und nur online und mit reichlich Verspätung statt. 16 Monate dauerte der Wettbewerb, denn durch die Corona-Pandemie fehlte es in vielen Kindergärten an den jungen Juroren. Bei der nächsten Vergabe hofft das Bücherei-Team, das Bilderbuch des Jahres wieder in gewohnter Form und mit vielen Besuchern auszeichnen zu können.

Im laufenden Jahr wird es allerdings keine "Bilderbuch des Jahres"-Verleihung geben. Das entschied die Bibliotheksleitung bereits im Frühjahr. Es fehle die nötige Planungssicherheit für eine solche Aktion, hieß es in der Erklärung. Die Corona-Pandemie und wiederholte Schließungen von Bibliothek und Betreuungseinrichtungen seien ein zu großes Risiko. Im kommenden Jahr soll es dafür wieder weitergehen.

Preisverleihung im November

Bis zur Verleihung des Lesepreises muss sich das Team hinter dem "Bilderbuch des Jahres" allerdings noch etwas gedulden. Erst am 3. November wird bekannt gegeben, ob die Bibliothek aus Verden zu den Preisträgern gehört.

Der Deutsche Lesepreis wäre für die Bücherei nicht die erste Auszeichnung. 2007 konnten sich die Mitarbeiterinnen beispielsweise über den Bibliothekspreis freuen, den die Landesverbände Niedersachsen und Bremen im Deutschen Bibliotheksverband gemeinsam mit der VGH-Stiftung vergaben. Die Bibliothek wurde damals für "das überzeugende Gesamtkonzept" ausgezeichnet, "das sich durch ausgeprägte Kundenorientierung, zukunftsorientierte Partnerschaften sowie zielgerichtete Medien- und Öffentlichkeitsarbeit auszeichnet". 

Im Bibliothekenindex (Bix), der über mehrere Jahre die besten Bibliotheken aufführte, inzwischen allerdings eingestellt ist, war die Stadtbibliothek dauerhaft unter den besten fünf Einrichtungen zu finden.

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