Berufsmesse BBS Verden Ausbildungsplatz via Mausklick

Corona-bedingt ist die Ausbildungsplatzbörse in den BBS Verden im vergangenen Jahr ausgefallen. In Kooperation mit den BBS Rotenburg wird diese am 6. und 7. Mai in digitaler Form nachgeholt.
05.05.2021, 07:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Philipp Zehl

Damit Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die spätere Berufswelt erhalten und erste Kontakte knüpfen können, veranstalten die Berufsbildenden Schulen (BBS) Verden jährlich sowohl für Unternehmen als auch für den Nachwuchs eine Berufsmesse. Nachdem diese 2020 Corona-bedingt ausfallen musste, bietet die BBS Verden gemeinsam mit der BBS Rotenburg die altbewährte Messe in diesem Jahr in digitaler Form an. Diese findet an diesem Donnerstag, 6. Mai, und Freitag, 7. Mai, jeweils von 9 bis 16 Uhr statt.

„Es haben in diesem Jahr bislang keine berufsorientierten Maßnahmen stattfinden können“, sagt Frank Weinhold von der BBS Verden. Praktika oder Beratungen hinsichtlich des Studiums seien ebenfalls entfallen. „Deshalb ist das Ziel der Börse das sogenannte erste Matching zwischen Betrieben und Nachwuchs“, sagt Weinhold, der gleichzeitig auch Leitstellenleiter der Region des Lernens Verden ist. In diesem Jahr nehme jede Schule aus dem gesamten Landkreis an der Messe teil.

Der Schwerpunkt der aktuellen Veranstaltung liegt im Bereich der Pflege- und Erzieherausbildung. „Darauf haben wir besonderen Wert gelegt, dass dies im Mittelpunkt steht“, erklärt Weinhold und verweist auf die Wichtigkeit der Berufe. Nichtsdestotrotz sei die Messe für alle Berufsklassen offen. Ein weiteres breites Angebot richte sich an Abiturienten, die vorhätten zu studieren. Studienorientierung und Finanzierung des Studiums stehen dabei im Fokus.

45 Betriebe stellen sich vor

Die Anzahl der teilnehmenden Firmen ist nochmals gestiegen. Nachdem Anfang April bereits 40 Firmen aus beiden Landkreisen sowie der Region ihre Teilnahme am virtuellen Messestand angekündigt hatten, hat sich die Anzahl auf mittlerweile 45 Betriebe erhöht. Während die Hälfte der Firmen ihren Vortrag bereits aufgezeichnet hat, stellen sich die anderen Unternehmen den Schülerinnen und Schülern live vor. „Die jeweiligen Vorträge sind auch noch sechs Wochen später abrufbar“, sagt der Leitstellenleiter.

Neben der allgemeinen und dualen Studienberatung haben Interessierte die Möglichkeit, sich bei Einrichtungen aus Gesundheit und Pflege vorzustellen oder sich bei den beiden Kreisverwaltungen zu informieren. Weiter nehmen auch Unternehmen aus den Bereichen des Einzelhandels, des Handwerks, der Logistik sowie der Industrie am virtuellen Kennenlernen teil.

Neben Face-to-Face-Kommunikation via Chat oder Videotelefonie stehen auch Videos mit Unternehmenspräsentationen sowie Stellenausschreibungen für die Mädchen und Jungen bereit. Zusätzlich gibt es „Informationen zur Ausbildung, zu Praktikumsstellen sowie zu den Berufen“, die zum Herunterladen bereitstehen. Weiter haben die Besucher der digitalen Berufsmesse die Möglichkeit, an beiden Tagen über 18 Vorträge als Live-Event im Auditorium zu verfolgen und über einen Chat ihre Fragen zu stellen, verspricht der Veranstalter. Ein Moderator übermittle die Fragen an die jeweiligen Referenten.

Gleichzeitig können die Jugendlichen und Firmen auch die Kontaktdaten miteinander austauschen sowie weitere Informationen zum jeweiligen Unternehmen und der damit verbundenen Stellenausschreibung bekommen. Ziel sei auch, Neugierde zu wecken. Aus diesem Grund gebe es verschiedene digitale Werbegeschenke sowie eine Messerallye mit Gewinnen, versprechen die Veranstalter.

Herbstmesse in Planung

Dadurch, dass die Digitalisierung in Schulen und Betrieben weiter voranschreitet, bietet die Messe gleichzeitig für die ausstellenden Betriebe die Möglichkeit, neue Chancen wahrzunehmen und die Jugendlichen auf einer modernen sowie zeitgemäßen Plattform anzusprechen. „Die digitale Gestaltung wird bei den potenziellen Auszubildenden sicherlich einen großen Zuspruch finden“, sind die Verantwortlichen überzeugt. So erreiche ein Betrieb in diesen Zeiten der Einschränkung von Kontakten dennoch den künftigen Nachwuchs.

In welcher Form die darauffolgende Messe im Herbst dieses Jahres stattfinden kann, das wissen die Verantwortlichen bislang noch nicht. Weinhold: „Diese Frage haben wir viel diskutiert.“ Persönlicher Kontakt sei am besten, findet er. Jedoch müsse die Schule nach Lage entscheiden. Aufgrund dessen, dass in den vergangenen Jahren bis zu 1.500 Personen an der Messe teilgenommen hatten, sind die Verantwortlichen vorerst so verblieben, dass „wir uns alle Fenster offen lassen, ob wir eine rein digitale oder hybride Lösung machen oder gar zur herkömmlichen Form zurückkehren“, sagt Weinhold. Die Schule passe sich den Gegebenheiten an. „Stattfinden wird die Messe im Herbst auf jeden Fall“.

Um an der jetzigen Online-Messe teilzunehmen, benötige es nicht viel Equipment. „Die Jugendlichen benötigen zum Besuch nur einen Internetzugang, eine E-Mail-Adresse und eine Registrierung, um den Zugangslink zu erhalten“, wie die Verantwortlichen mitteilen. Dann könne das Abenteuer des Messebesuchs am Bildschirm starten. Weitere Informationen gibt es unter www.rdl-verden.de.

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