Kita-Neubau in Verden

Kinder und Erzieherinnen haben sich gut eingelebt

Die neue Verdener Kita in der Elisabeth-Selbert-Straße ist seit ein paar Tagen in Betrieb. Aktuell werden dort 67 Mädchen und Jungen betreut.
23.09.2021, 16:14
Lesedauer: 3 Min
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Kinder und Erzieherinnen haben sich gut eingelebt
Von Andreas Becker

In die neue Verdener Kita in der Elisabeth-Selbert-Straße ist bereits seit einigen Tagen Leben eingezogen. 67 Mädchen und Jungen werden dort zurzeit von zwölf Erzieherinnen unter der Leitung von Daniela Diercks betreut. Neu ist nicht nur die gesamte Einrichtung, sondern auch, dass sie Kinder aus zwei Ortschaften, Dauelsen und Scharnhorst, aufnimmt. Insofern war es kein Wunder, dass bei der offiziellen Eröffnung nicht nur Mitglieder des Stadtrats und aus der Verwaltung, sondern auch Vertreter beider Ortsräte anwesend waren.

"Wir sind mit den Kindern gut gestartet, alles läuft gut", erzählt Leiterin Daniela Diercks. Sie und die Mitarbeiterinnen seien mit dem Bau sehr zufrieden. Ein paar Dinge fehlten noch, etwa einiges an pädagogischem Material. "Außerdem haken ein paar Kleinigkeiten, aber das ist bei einem Neubau normal", sagt Diercks. Den Außenbereich, vor allem den Sandspielbereich, können die Mädchen und Jungen bereits nutzen, obwohl er noch nicht ganz fertig ist. Auch Schaukeln seien bereits vorhanden, sagt Daniela Diercks. Zurzeit wird am Außenbereich gearbeitet, unter anderem entsteht auf dem Gelände ein Hügel mit Rutsche. Auch ein Balancierbalken ist geplant. "Wir schätzen, dass wir bis Ende Oktober auch das Außengelände komplett nutzen können", sagt die Leiterin. Gestartet ist die Kita mit zwei Gruppen, im nächsten Sommer soll eine dritte Gruppe dazukommen. Im Krippenbereich für die unter Dreijährigen ist ebenfalls Platz für zwei Gruppen.

Steigende Anmeldezahlen

Ein Grund für den Bau der neuen Kita sind die seit Jahren ansteigenden Anmeldezahlen in Verden. "Jedes Jahr stellen wir uns die Frage, ob wir die Kinder noch unterbringen können", sagte Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann bei der offiziellen Eröffnung. Deshalb habe sich die Stadt bereits vor Jahren das Grundstück in der Elisabeth-Selbert-Straße gesichert. "Anfangs hatten wir nur vier Gruppen geplant, aber wegen der großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen haben wir uns dann doch für fünf Gruppen entschieden", so Brockmann.

Die Stadt habe bei dem Neubau sowohl den Kindern als auch dem Klimaschutz gerecht werden wollen. Deshalb wurden die Wände in Holzrahmenbauweise ausgeführt, die Fassade wurde mit Holz verschalt. Die Dämmung besteht aus Holzwolleplatten. Für die Wärmeerzeugung wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe eingebaut, Strom liefert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Kosten für den Neubau liegen bei vier Millionen Euro. Dafür bekommen Kinder und Erzieherinnen etwa 1200 Quadratmeter Nutzfläche.

Wie sich diese Fläche aufteilt, davon konnten sich die geladenen Besucher bei der Eröffnung ein eigenes Bild machen. Das Besondere an der Kita ist der dritte Flügel, der das sogenannte Familienzentrum beherbergt. Dahinter verbergen sich zwei Räume, die für Seminare und Gespräche genutzt werden können und durch einen separaten Eingang am Parkplatz erreicht werden können. Zentral ist die große Mensa, die ebenfalls für Veranstaltungen genutzt werden kann. Hier nehmen die Kinder die Mahlzeiten zu sich, verköstigt werden sie durch angelieferte Mahlzeiten.

Vorgefertigte Wandelemente

Laut Architekt Thomas Grotz haben die Erdarbeiten am Mai 2020 begonnen. Die Wandelemente wurden vorgefertigt und ab Oktober/November aufgestellt. "Dann kamen wir in den Winter und mussten den Bau schnell dichtkriegen", erinnert sich der Planer. Noch im vergangenen März sei eine Bauheizung nötig gewesen, da zu dieser Zeit noch Schnee in der Baustelle gewesen sei. "Der Termin für die Fertigstellung stand fest, deshalb hatten wir ziemlichen Druck. Aber am Ende hat es ganz gut geklappt." Zwar war der zunächst avisierte Termin Anfang August nicht zu halten, doch wurde die Kita rechtzeitig zum Beginn des aktuellen Betreuungsjahrs fertig. "Auch wegen der Corona-Pandemie mussten wir die Arbeiten teilweise neu strukturieren", sagt Grotz. Zudem habe es Lieferengpässe und eine Steigerung der allgemeinen Baukosten gegeben. "Deshalb mussten wir gut vorausplanen", erzählt der Architekt. Mit dem Abschluss der Entwurfsplanung sei der Prozess der Optimierung überdies noch nicht abgeschlossen. "Das läuft bis in die Baustelle hinein."

Für Brockmann soll die Kita jedenfalls mehr sein als eine Betreuungseinrichtung. Gerade wegen des Familienzentrums solle der Bau auch als Treffpunkt an zentraler Stelle zwischen Scharnhorst und Dauelsen dienen.

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