Bald Plädoyers? Klinikmord-Prozess könnte früher enden

Ursprünglich sollte bis Ende November verhandelt werden. Aktuellen Entwicklungen zufolge könnte der Prozess gegen die Ex-Vorgesetzten von Patientenmörder Niels Högel schneller vorbei sein als geplant.
11.08.2022, 05:00
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Klinikmord-Prozess könnte früher enden
Von Katia Backhaus

Der Prozess gegen sieben ehemalige Vorgesetzte des Patientenmörders Niels Högel könnte früher enden als geplant. Es sei möglich, dass bereits im September die ersten Plädoyers gehört werden könnten, sagt Thiemo Reinecke, Sprecher des Landgerichts Oldenburg. Das hänge davon ab, wie schnell die Beweisaufnahme beendet werden könne. Für die kommenden Prozesstermine ab dem 22. August seien noch drei Zeugen geladen. Es gebe allerdings auch noch offene Beweisanträge, erläutert Reinecke.

Zuletzt hatten mehrere Beschäftigte ausgesagt, die zur selben Zeit wie Högel im Klinikum Delmenhorst gearbeitet hatten. Zuvor hatten die Geschehnisse im Klinikum Oldenburg im Fokus gestanden. Das Gericht hatte Anfang Juli erklärt, es sehe keine ausreichenden Beweise dafür, dass sich die vier Oldenburger Angeklagten der vorsätzlichen Beihilfe zur Tötung durch Unterlassen schuldig gemacht hätten. 

Wann ein Urteil verkündet wird, ist Reinecke zufolge noch nicht abzusehen. Insgesamt sind 18 Verteidigerinnen und Verteidiger am Verfahren beteiligt; sie alle sind berechtigt, ein Plädoyer zu halten. Das Landgericht Oldenburg verhandelt seit Mitte Februar gegen die sieben Angeklagten, angesetzt sind Termine bis Ende November.

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