Steigende Fallzahlen Wie Niedersachsen gegen Clan-Kriminalität vorgehen will

In Niedersachsen gab es 2021 mehr Fälle von Clan-Kriminalität als 2020. Woran der Anstieg festzumachen ist und was das Land dagegen unternehmen will:
11.07.2022, 11:24
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Niedersachsen will kriminelle Clans mit einer konsequenten und unnachgiebigen „Null-Toleranz-Strategie“ bekämpfen. „Rechtsfreie Räume und Paralleljustiz werden nicht geduldet“, sagte Landespolizeipräsident Axel Brockmann am Montag.

Auch würden Clan-Kriminellen Führerschein und Luxuskarossen weggenommen, das schränke deren Mobilität ein. Hochwertige Fahrzeuge dienten oft als Statussymbol, um Macht auf der Straße zu demonstrieren. Kriminelle wollten mit ihrem Auftreten das Gefühl vermitteln, Polizei und Justiz seien machtlos gegen sie, sagte Innenminister Boris Pistorius: „Aber das ist nicht der Fall“, betonte der SPD-Politiker.

Bei der Vorstellung des Lagebilds zur Clankriminalität im vergangenen Jahr sagte Justizministerin Barbara Havliza (CDU) zu der Botschaft der Clan-Kriminellen, sie stünden über dem Recht: „Polizei und Justiz lassen sich das auf keinen Fall bieten.“

Der Clan-Kriminalität wurden in Niedersachsen im vergangenen Jahr 2841 Fälle zugeordnet, 2020 waren es 1951 Fälle. Der Anstieg sei „maßgeblich auf die Sensibilisierung der Polizei zurückzuführen“, sagte Brockmann. 2622 (2020: 1886) Verdächtige wurden ermittelt. Über 3,5 Millionen Euro an Vermögenswerten von Clan-Kriminellen wurden abgeschöpft, ein Jahr zuvor waren es knapp 946.000 Euro.

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