Corona-Pandemie Was steigende Inzidenzen für mögliche Lockerungen bedeuten

Deutschlandweit steigen die Inzidenzwerte wieder an. Wir erklären, was das für geplante Lockerungen bedeutet.
15.03.2021, 12:19
Lesedauer: 2 Min
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Was steigende Inzidenzen für mögliche Lockerungen bedeuten
Von Jan-Felix Jasch

Deutschlandweit steigen die Inzidenzwerte langsam wieder an. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist zum fünften Mal in Folge deutlich gestiegen. Mit ein Grund ist der steigende Anteil der Mutationen des Coronavirus. Auch in Bremen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz mittlerweile wieder deutlich über 50. Doch was bedeutet der Anstieg für die von der Bundesregierung geplanten Lockerungen?

Bereits seit Anfang März sind die stark beschränkten privaten Kontaktmöglichkeiten gelockert. Seitdem dürfen sich wieder zwei Haushalte treffen, jedoch beschränkt auf maximal fünf Personen. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 neuen Infektionen pro Woche können es auch Treffen des eigenen Haushalts mit zwei weiteren Haushalten mit zusammen maximal zehn Personen sein.
Kinder bis 14 Jahre sind hiervon jeweils ausgenommen. Zuvor durfte sich ein Hausstand mit maximal einer Person eines anderen Hausstandes treffen.


Weitere eingeschränkte Öffnungen kann es in Regionen geben, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner unterschritten wird. Diese Schritte werden im Moment in Bremen umgesetzt. Neben Terminshopping-Angeboten im Einzelhandel können dann Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten für Besucher mit Terminbuchung öffnen. Erlaubt ist auch Individualsport alleine oder zu zweit sowie Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich. Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 fallen die Auflagen weg oder werden abgeschwächt. Dann soll auch kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen im Freien wieder möglich sein.

Die nächsten Öffnungsschritte werden dem Beschluss von Bund und Ländern zufolge davon abhängig gemacht, dass die vorherige Stufe 14 Tage lang nicht zu einer Verschlechterung der Sieben-Tage-Inzidenz geführt hat. Dann geht es zunächst um die Öffnung der Außengastronomie, von Kinos, Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie um kontaktfreien Sport im Innenbereich und um Kontaktsport im Außenbereich. Im nächsten Schritt sind weitere Sportmöglichkeiten und Freizeitveranstaltungen dran. Auch hier gilt: Bis zu einer 100er-Inzidenz soll es höhere Auflagen wie tagesaktuelle Tests oder einen Buchungszwang geben, die bei einer Sieben-Tage-Inzidenz bis 50 Neuinfektionen wegfallen. Weitere Schritte könnten in der Ministerpräsidentenkonferenz am 22. März beschlossen werden. (mit dpa)

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