Hamburg Hamburg bekommt weiteren Feiertag

Hamburg. Bereits in diesem Jahr wird der 31. Oktober in Hamburg gesetzlicher und arbeitsfreier Feiertag.
01.03.2018, 00:00
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Hamburg bekommt weiteren Feiertag
Von Markus Lorenz

Hamburg. Bereits in diesem Jahr wird der 31. Oktober in Hamburg gesetzlicher und arbeitsfreier Feiertag. Die Bürgerschaft hat am Mittwoch einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag beschlossen. Die Zustimmung war jedoch eher mager, lediglich 66 von 121 Abgeordneten konnten sich für den Reformationstag erwärmen. 50 Parlamentarier sprachen sich für die Alternativvorschläge Internationaler Frauentag (8. März), das Ende des Zweiten Weltkriegs (8. Mai) sowie das Inkrafttreten des Grundgesetzes (23. Mai) aus. Die Bürgerschaft folgt damit einer Absprache der norddeutschen Regierungschefs, die den 31. Oktober als gemeinsamen Feiertag an der Küste empfohlen hatten. In Mecklenburg-Vorpommern ist an dem Tag schon seit Längerem frei, Schleswig-Holstein und Bremen haben kürzlich zugestimmt, Niedersachsen soll im April folgen.

In der Debatte, für die der Fraktionszwang aufgehoben war, gab es vielfach Kritik am protestantischen Kern des neuen Feiertages. „Wir wollen den 31. Oktober vom rein religiösen Aspekt lösen“, versprach der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Dressel in der Begründung des Mehrheitsantrages, der von vielen SPD-, CDU- und Grünen-Vertretern unterstützt wurde. „Das ist kein Luther-Feiertag“, so Dressel. Mit dem Antrag beschloss die Bürgerschaft zugleich freien Eintritt in allen staatlichen Museen am 31. Oktober. Redner von FDP und AfD lehnten einen neuen Feiertag aus volkswirtschaftlichen Gründen ab. „Ein zusätzlicher Feiertag bedeutet, dass an diesem Tag Behörden und Läden geschlossen sind“, mahnte AfD-Fraktionschef Jörn Kruse, „übrigens zum Vorteil von Amazon und Co“.

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