Kommentar zu Plastikmüll und Corona Ein Verbot von Einwegbechern ist überfällig

Um möglichst auch unter Corona-Bedingungen Plastikmüll zu vermeiden, müssten Gastronomen und der Handel weiterhin mitgebrachte Behälter akzeptieren, meint Nina Willborn. Dafür bräuchte es einheitliche Regeln.
21.12.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Ein Verbot von Einwegbechern ist überfällig
Von Nina Willborn

Mangels geöffneter Läden im Internet bestellen, sich das Essen to go kaufen oder an den Homeoffice-Schreibtisch liefern lassen: Einschränkungen des Lebens in vielen Bereichen führen zu einer Verstärkung eines in Deutschland seit Jahren ungelösten Problems, nämlich der steigenden Menge an Plastikmüll. Die Pandemie macht es den Menschen einfach, die Umwelt- und Klimakrise auszublenden, die in Vor-Corona-Zeiten so viel Raum eingenommen hatte.

Was helfen kann? Sich das eigene Verhalten bewusst zu machen und zumindest zu versuchen, trotz der erschwerten Bedingungen mit so wenig Verpackungsmüll auszukommen wie möglich. Das wäre einfacher, würden Bäcker, Supermärkte oder Restaurants mitgebrachtes Geschirr oder Mehrwegbehälter nach wie vor akzeptieren. Hier könnten einheitliche, wissenschaftlich untermauerte Vorgaben Unsicherheiten bezüglich der Einhaltung der Hygiene-Regeln abbauen. Überfällig wäre auch eine verbindliche Quote für Mehrweggeschirr in der Gastronomie und das Verbot von Einwegbechern.

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