Kommentar zum Sozialbericht Fataler Trend

Die Bundesregierung tut viel, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern. Dennoch geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auf. Die Politik muss gegensteuern, meint Hans-Ulrich Brandt.
11.03.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Fataler Trend
Von Hans-Ulrich Brandt

Krisen verstärken soziale Ungleichheiten, lassen die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgehen. Die Corona-Pandemie macht da keine Ausnahme, deren Ende und deren wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Folgen noch niemand vorherzusagen wagt. Zwar können staatliche Hilfen die ärgste Not lindern, aber erste Zahlen zeigen auch für Bremen, was jetzt im Sozialbericht der Bundesregierung nachzulesen ist: Die Krise trifft Menschen mit niedrigen Einkommen härter als jene mit höheren Verdiensten. Sie bleiben länger in Kurzarbeit oder werden gar arbeitslos. So sanken in Bremen die Löhne von Angestellten um knapp fünf Prozent, die von ungelernten Beschäftigten hingegen um 15 Prozent.

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Es wird also in den nächsten Jahren gegengesteuert werden müssen gegen diese fatale Entwicklung. Helfen kann nur eine Bildungs- und Qualifizierungsoffensive – und eine Trendumkehr auf dem Arbeitsmarkt. Die Ausweitung des Niedriglohnsektors muss schleunigst gestoppt werden, wenn es was werden soll mit mehr sozialer Gerechtigkeit.

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