Kommentar über ungesunde Lebensmittel Vor der Lebensmittelindustrie eingeknickt

Ab 2019 sollen Lebensmittelhersteller freiwillig den Gehalt von Zucker, Fett und Salz reduzieren. Damit ist die Ernährungsministerin vor der milliardenschweren Industrie eingeknickt, meint Sabine Doll.
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Vor der Lebensmittelindustrie eingeknickt
Von Sabine Doll

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner möchte „keinen Nanny-Staat“ und „keine Ernährungspolizei“ – deshalb belässt es die CDU-Politikerin bei einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie, ob die Hersteller bei der ab 2019 gültigen Strategie zur schrittweisen Reduzierung von Zucker, Salz und Fett mitmachen. Oder eben auch nicht. Sei das der Fall, so Klöckner, müssten weitere Maßnahmen geprüft werden. Oder auch nicht. Einzelne Unternehmen haben schon jetzt gewarnt, dass sie sich solche Eingriffe nicht gefallen lassen werden.

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Das müssen sie auch nicht. Denn der nationalen Strategie der Ministerin fehlen strenge staatliche und verbindliche Vorgaben. Sie ist so weich und flauschig wie Zuckerwatte. Wie ihr Amtsvorgänger Christian Schmidt (CSU) ist Klöckner eingeknickt, auch sie will es sich offenbar nicht mit der mächtigen Branche verderben. Die müsste nämlich um ihre Umsätze fürchten, wenn sie ihre Rezepturen ändert. Gründe, um eine Zuckersteuer oder eine Nährwertampel einzuführen, gibt es allerdings genügend: allen voran die Gesundheit der Bürger.

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