46-jähriger Claus Marx will als Einzelbewerber am 25. Mai für das Bürgermeisteramt kandidieren

Der zweite Kandidat für Bassums höchstes Amt

Bassum. Claus Marx will’s wissen. Der Bassumer will Bürgermeister seiner Heimatstadt werden.
17.01.2014, 00:00
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Der zweite Kandidat für Bassums höchstes Amt
Von Christoph Starke

Claus Marx will’s wissen. Der Bassumer will Bürgermeister seiner Heimatstadt werden. „Ich bin von vielen Menschen angesprochen worden, ob ich nicht kandieren will“, sagte der 46-Jährige gestern in einem Gespräch mit dem WESER-KURIER. Und er will. „Ich habe Lust dazu.“

Auf dem kommunalpolitischen Parkett kennt er sich aus. Er ist Mitglied des Bürger-Blocks und Kassenwart der freien Wählergemeinschaft. Von 2006 bis 2011 saß er im Stadtrat. Allerdings nicht für die Bürger-Block-Fraktion. Damals zog er für die SPD in das Kommunalparlament ein, 2010 kehrte er der Fraktion und der Partei allerdings den Rücken. Er blieb aber als Parteiloser Mitglied des Stadtrats und gründete zusammen mit Rainer Dambroth, der damals für die Grünen im Rat saß, eine gemeinsame Gruppe. Bei der Kommunalwahl 2011 kandidierte er dann auf der Liste des Bürger-Blocks, wurde aber nicht in das Stadtparlament gewählt.

Das Rathaus kennt Claus Marx auch ganz gut. Er absolvierte dort seine Verwaltungsausbildung und arbeitete dort bis Ende 1998, wie er erzählte, bevor der Diplom-Verwaltungswirt und Betriebswirt zur Volksbank-Tochter Voba-Immobilien wechselte. Er ist unter anderem einer von zwei Vorständen der Bassumer Energiegenossenschaft und stellvertretender Vorsitzender des Schulelternrats an der Oberschule Bassum. Marx ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Eines seiner Steckenpferde sind kommunale Stadtwerke. Als wichtiges Thema erachte er außerdem die Breitbandversorgung. Die Gründung eines Wirtschaftswegeverbandes steht ebenso auf seiner Agenda. Gewerbeneuansiedlungen sollte man in Immobilienfragen entgegen kommen, alteingesessene Firmen pflegen. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen wolle er stärken und sprach ein aktuelles Feuerwehr-Thema in Bassum an: „Braucht jede Gemeinde eine eigene Drehleiter?“

Marx will als Einzelbewerber antreten, würde sich aber über Unterstützung aus den Parteien und Fraktionen freuen. „Ich biete Gespräche an“, sagte er. Bevor er aber am Sonntag, 25. Mai, kandidieren kann, geht er schon vorher auf Stimmenfang. 160 Unterschriften muss er in der Bassumer Bevölkerung sammeln, um für die Wahl zugelassen zu werden. „Mein Ziel sind aber 300“, kündigte er an.

Die Sammelaktion hat auch Bernadette Nadermann noch vor sich. Die Erste Stadträtin und somit Stellvertreterin des amtierenden Bürgermeisters Wilhelm Bäker auf Verwaltungsebene will ebenfalls kandidieren, wie sie im Oktober 2013 bekanntgab (wir berichteten). „Ich sehe es sportlich. Es ist gut, wenn man einen Gegenkandidaten hat. So hat man nicht nur eine Wahl, sondern auch eine Auswahl“, begrüßte sie den Schritt des Bassumers. Persönlich konnte sie zu Marx nicht viel sagen. „Ich kenne ihn nur oberflächlich aus seiner Zeit als Ratsherr.“

Marx ist zwar Bürger-Block-Mitglied, doch für seine politische Gruppe kam der Schritt doch etwas überraschend, wie Vorsitzende Helga Alves einräumte. „Wir haben nicht mit ihm darüber gesprochen“, sagte sie. Vor etwas längerer Zeit hätte er allerdings Interesse an einer Kandidatur bekundet. Auf dem Ticket des Bürger-Blocks wird er aber nicht fahren, sagte auch Alves. Gespräche werde man aber mit Marx führen. „Wir freuen uns über jeden, der sich bereit erklärt, sich zur Wahl zu stellen.“ Volker Meyer, Stadtverbandsvorsitzender der CDU, führte bereits ein Telefonat mit Marx, wie er mitteilte. Es werde voraussichtlich auch noch ein intensiveres Gespräch mit dem 46-Jährigen geben, stellte Meyer in Aussicht. Gleichzeitig betonte der Chef der Lindenstadt-CDU: „Wir möchten am liebsten einen eigenen Kandidaten aufstellen.“

Einem Gespräch mit Marx will sich die SPD nicht verwehren, sagte Christoph Lanzendörfer, Fraktions-Chef der Sozialdemokraten und stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender. Doch nach einer spontanen Meinungsabfrage würden die Bassumer Genossen einer Unterstützung ihres ehemaligen Mitglieds eher ablehnend gegenüberstehen, teilte er mit. Außerdem ließ Lanzendörfer wissen: „Es wird vier Kandidaten geben.“ Heißt: Die Sozialdemokraten wollen höchstwahrscheinlich einen eigenen Bewerber ins Rennen schicken.

Die Grünen müssen sich in der Personalie Claus Marx noch beraten, sagte Ortsverbandsvorsitzender Torsten Eggelmann: „Öffentlich können wir dazu noch nichts sagen.“ Er machte aber keinen Hehl daraus, dass er einen Favoriten für den Bürgermeisterposten hat: die Erste Stadträtin. „Ich traue das Frau Nadermann zu.“ Das sei aber nur seine Privatmeinung. In der Partei und in der Fraktion gebe es noch kein einheitliches Bild.

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