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Tests bestanden: Im Gefängnis sitzen zehn ausgebildete Schiris ein

Stefan Freye 28.03.2019 0 Kommentare

Schiriausbilder Adrian Gajewski beim Lehrgang in der JVA Oslebshausen.
Schiriausbilder Adrian Gajewski beim Lehrgang in der JVA Oslebshausen. (Klama)

Noch sind es ein paar Wochen bis zum großen Spiel in der Bremen-Liga: Erst am 19. April werden sich der Bremer SV und der FC Oberneuland zum Gipfel treffen. Am Rahmenprogramm des Spitzenspiels auf dem Panzenberg arbeiten die Verantwortlichen des BSV allerdings schon unter Hochdruck. Vor dem eigentlichen Duell um 15 Uhr wird deshalb die Traditionself des BSV antreten – zum Duell mit den Altstars des VfB Oldenburg. „Die Meister von gestern und die Meister von heute – mit diesem Vorspiel bieten wir den Fans einen tollen Nachmittag“, sagt Gerd Lenk aus der Sportlichen Leitung der Waller. Er hat bereits zahlreiche Zusagen erhalten, unter anderen werden die einstigen BSV-Stürmer Bubi Bentrup und Claus Wachaczewsky im Vorprogramm auftreten.

Nun ist es amtlich: In der Justizvollzugsanstalt Bremen sitzen zehn frischgebackene Schiedsrichter ein. Bereits zum zweiten Mal führte der Bremer Fußball-Verband nämlich eine Schiedsrichterausbildung für JVA-Insassen durch. Und nun gab es die Urkunden – nachdem alle Teilnehmer die entsprechende Prüfung anstandslos gemeistert hatten. Zuvor waren sie insgesamt rund zwanzig Stunden lang von Lehrgangsleiter Adrian Gajewski in die Geheimnisse der Spielleitung eingeführt worden. „Neben der Vermittlung der Regeln stand bei diesem Lehrgang vor allem die ganzheitliche Persönlichkeitsschulung im Fokus“, erläutert der ehemalige Oberliga-Schiedsrichter und staatlich anerkannte Erzieher. Angesichts der komplexen Inhalte seien allerdings mehrere Lehrblöcke notwendig gewesen. Die Zeit für den Besuch eines prominenten Schiedsrichters blieb allerdings: Auch Bundesliga-Referee Sven Jablonski war als Gastredner in der JVA und hat damit womöglich zum Erfolg der Aktion beigetragen. „Eine solche Erfolgsquote haben wir auf unseren regulären Lehrgängen leider nicht immer vorzuweisen“, sagt BFV-Schiedsrichterobmann Torsten Rischbode.

Diese Auszeichnungen machen noch einmal deutlich, wie schwer der Ausfall von Sofia Nati Werders Bundesliga-Frauen-Team trifft. Die Stürmerin hatte sich, wie berichtet, beim 0:5 in Potsdam das Kreuzband gerissen und fällt für den Rest der Saison aus. Zuvor waren Nati gleich zwei „Tore der Woche“ bei der vom DFB durchgeführten Wahl gelungen. Nachdem die 25-Jährige beim 5:0 über den MSV Duisburg aus gut 20 Metern getroffen hatte, ließ sie beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim einen Fernschuss aus einer noch deutlich größeren Distanz folgen. Vielleicht helfen ihr die Auszeichnungen bei der anstehenden Reha.

Er ist Teil des aktuellen DFB-Masterplans Amateurfußball und gilt als kleine Erfolgsstory: der Vereinsdialog. Seit 2014 haben sich die Spitzenfunktionäre des Bremer Fußball-Verbandes mit Vertretern von rund 70 Vereinen zum Austausch getroffen. Dabei geht es natürlich um deren Probleme, allerdings stehen auch der Austausch mit dem Verband und die Hilfe für die Vereine im Zentrum dieser Unterredungen. Und weil es gut lief, ruft der BFV nun zu weiteren Bewerbungen auf. Das Besondere: Auch bereits besuchte Vereine können sich melden. Weitere Informationen gibt es online unter www.bremerfv.de.

Werders U 23 hat in Ankum ein Testspiel gegen die U 23-Auswahl von Twente Enschede mit 1:0 gewonnen. Torschütze war in der 35. Minute Kevin Schumacher nach einem Konter. „Es war ein guter und fairer Test. Alle Spieler, die zuletzt weniger Spielanteile hatten, haben ihre Spielzeit heute bekommen. Wir können zufrieden aus Ankum abreisen“, sagte Trainer Sven Hübscher.

Der BFV startete im vergangenen Jahr in Kooperation mit der Bremer Sportjugend ein FSJ-Programm für den Mädchenfußball, das sogenannte Fußball Soziale Jahr, kurz Fusoja. Jetzt geht es in die zweite Runde, die Bewerbungsphase für Interessierte läuft ab sofort. BFV-Präsident Björn Fecker, der schon die Projektgruppe Mädchenfußball ins Leben rief, hat den Mangel an qualifizierten Übungsleitern als einen maßgeblichen Grund für das lückenhafte Angebot im Mädchenfußball ausgemacht. „Viele Vereine könnten sich zwar vorstellen, Mädchenfußball anzubieten, ihnen fehlen aber die entsprechenden Trainerinnen und Trainer“, sagt er. Das Fusoja soll dabei auch in Zukunft Abhilfe schaffen. Infos gibt es online unter www.bit.ly/fsj-bewerbung.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...