Nachgefragt: Kai Tönsmeyer vom Brinkumer SV zur überstandenen Verletzung und zu seinem Comeback „Das Nichtstun war blöd“

Zwölf Wochen – eine schier unendliche Zeit für Kai Tönsmeyer. So lange musste der Fußballer des Bremen-Ligisten Brinkumer SV auf sein Comeback warten.
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Von Kim Patrick Puhlmann

Zwölf Wochen – eine schier unendliche Zeit für Kai Tönsmeyer. So lange musste der Fußballer des Bremen-Ligisten Brinkumer SV auf sein Comeback warten. Denn der Flügelstürmer hatte sich das Kahnbein gebrochen, so dass er nach der fälligen Operation zum ungeliebten Zugucken gezwungen war. Doch jetzt kehrte der 22-Jährige auf den Platz zurück – und das gleich in der Startelf. Kim Patrick Puhlmann sprach mit dem torgefährlichen Offensivmann über die Zeit am Spielfeldrand und sein lang ersehntes Comeback.

Herr Tönsmeyer, in der vergangenen Saison waren Sie beim Brinkumer SV Leistungsträger, absolvierten nahezu alle Spiele in der Startelf. Wie sehr schmerzte das Zusehen zu Beginn der aktuellen Serie?

Kai Tönsmeyer: Ich war es ja eigentlich gewohnt, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen, deshalb war die Situation für mich anfangs extrem ungewohnt. Das Nichtstun während der gesamten Vorbereitung und der Pokalspiele war blöd. Trotzdem habe ich wirklich jede Partie verfolgt, war bei der Mannschaft. Ich habe alles beobachtet. Den Kontakt zum Team und zu unserem Coach Kristian Arambasic habe ich immer gehalten. Ich hatte mich vor der Verletzung schon sehr gefreut, mit ihm zu trainieren, deshalb war meine erzwungene Pause doppelt bitter.

Bitter war es auch sicherlich, weil Sie zuvor nie richtig verletzt waren . . .

Das ist korrekt. Ich habe vorher noch nie für so eine lange Zeit ausgesetzt. Deshalb musste ich erst einmal lernen, nichts zu tun. Mir wurde zunächst gesagt, dass ich sechs bis acht Wochen pausieren müsste. Aber als mir dann gesagt wurde, dass es insgesamt zwölf Wochen dauern würde, war ich erst einmal geschockt. Zumindest konnte ich so meine Kollegen während dieser Phase anfeuern.

Apropos Kollegen: Personell hat es einige Veränderungen zu Saisonbeginn gegeben. Während der Vorbereitung konnten Sie sich nicht beweisen. Hatten Sie während Ihrer Pause keine Angst, dass Sie womöglich ihren Stammplatz verlieren könnten und keine Rolle mehr spielen?

Nein, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Schließlich ist der Konkurrenzkampf in der Mannschaft wichtig, also positiv zu bewerten. Das belebt einfach das Team. Wir haben einen wirklich starken Kader beisammen, die Mischung zwischen Talenten und Routiniers ist klasse. Es stimmt einfach alles.

Umso bemerkenswert ist es, dass Sie nach einer so langwierigen Verletzung gegen den VfL 07 Bremen gleich in der Startelf standen. Hand aufs Herz, haben Sie damit gerechnet?

Na ja, ich trainiere seit knapp einen Monat wieder, die vergangenen zwei Wochen intensiver. Vorher durfte ich kein Kontakttraining machen, die Gefahr, dass der Bruch wieder aufgeht, war zu groß. Ich bin also schon eine gewisse Zeit wieder bei der Mannschaft. Ich habe Kristian Arambasic eine Woche vor dem Spiel gesagt, dass ich mich gut fühle. Im Training muss ich ihn wohl überzeugt haben. Ich habe dann kurz vor der Partie, erst in der Kabine, erfahren, dass ich in der Startaufstellung stehe. Die Freude war natürlich riesig.

Die Freude wäre sicherlich noch größer gewesen, hätten Sie eine Ihrer zwei vielversprechenden Torchancen genutzt . . .

Ja, das hat mich richtig geärgert. Normalerweise mache ich solche Möglichkeiten rein. Vor einem halben Jahr wäre das gar kein Problem gewesen. Aber, was positiv war: Keiner meiner Mannschaftskollegen hat nach den verpassten Chancen gemeckert oder Ähnliches, sie hatten Verständnis. Sie wissen genauso gut wie ich, dass ich noch zwei bis drei Wochen brauche, um wieder bei 100 Prozent zu sein. Nun freue ich mich erst einmal auf das nächste Spiel beim Blumenthaler SV.

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