Weser-Ems-Liga: Handballer kassieren bittere 23:27-Pleite gegen Blexen /HSG Delmenhorst II verliert in Emden Harpstedt verliert weiter an Boden

Im Kampf gegen den drohenden Abstieg aus der Weser-Ems-Liga gab es für die Handballer der HSG Harpstedt/Wildeshausen am Sonnabend den nächsten Rückschlag: Der Tabellenletzte verlor in eigener Halle gegen die HSG Blexen/Nordenham. Während auch die HSG Delmenhorst II und die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II Niederlagen hinnehmen mussten, kam Grüppenbührens Dritte zu einem Auswärtssieg beim SV Eintracht Wiefelstede.
18.02.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Rolf Behrens

Im Kampf gegen den drohenden Abstieg aus der Weser-Ems-Liga gab es für die Handballer der HSG Harpstedt/Wildeshausen am Sonnabend den nächsten Rückschlag: Der Tabellenletzte verlor in eigener Halle gegen die HSG Blexen/Nordenham. Während auch die HSG Delmenhorst II und die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II Niederlagen hinnehmen mussten, kam Grüppenbührens Dritte zu einem Auswärtssieg beim SV Eintracht Wiefelstede.

Die Handballer der HSG Harpstedt/Wildeshausen haben im Abstiegskampf der Weser-Ems-Liga weiter an Boden verloren: Gegen die HSG Blexen/Nordenham setzte es eine 23:27 (8:12)-Heimpleite für das Tabellenschlusslicht. Ebenfalls punktlos blieb die HSG Delmenhorst II am vergangenen Spieltag. Bei der HSG Emden verlor das Team unglücklich mit 26:27 (13:9). Besser machte es die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III, die mit 31:20 (14:14) beim SV Eintracht Wiefelstede gewann. Grüppenbührens Zweite kassierte dafür eine unerwartete Niederlage bei der HG Jever/Schortens II – 17:28 (10:13).

HSG Emden - HSG Delmenhorst II 27:26 (9:13). Das engagierte Auftreten der Delmenhorster, die ohne einige Stammkräfte nach Emden gereist waren, wurde am Ende nicht belohnt. Die Sieben von Trainer Florian Bogun begann mit viel Tempo und erspielte sich eine Führung. Allerdings nutzten die cleveren Emder jeden noch so kleinen Fehler der Gäste aus und blieben bis zum 9:9 auf Augenhöhe. Ab der 20. Minute gingen die Delmenhorster durch Tore von Raphael Schween, Christoph Meyer-Ebrecht und Hendrik Schmitz mit 13:9 in Front, was gleichzeitig auch der Pausenstand war.

Nach Wiederanpfiff zeigten die Gäste erneut kleine Schwächen, und Emden kam auf 14:15 heran. Danach war aber wieder das Bogun-Team am Drücker und legte bis zur 49. Minute ein 22:18 vor. In der Schlussphase fehlten den Gästen auf der Bank aber die Alternativen. Die Gastgeber erzielten in der 55. Minute das 24:24 und bejubelten am Ende einen knappen Sieg mit einem Tor Vorsprung – 27:26.

HSG Harpstedt/Wildeshausen - HSG Blexen/Nordenham 23:27 (8:12). Das rettende Ufer entfernt sich für Harpstedt um Trainer Tim Buchmann immer mehr. Gegen die ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte rangierende HSG Blexen/Nordenham wäre ein Sieg extrem wichtig gewesen. Buchmann musste allerdings auf wichtige Stützen wie Ingo Fichter, Tim Remme und Malte Wittwer verzichten, was die Aufgabe für seine Mannschaft nicht gerade leichter machte. Sebastian Überschär brachte die Gastgeber zwar mit 1:0 in Front, doch Blexen/Nordenham kam über ein 9:6 (25.) zur einer 12:8-Pausenführung.

Immerhin: Harpstedt stemmte sich nach dem Wechsel gegen die drohende Niederlage. Nach einem 10:14 und 15:19 kämpfte sich das Buchmann-Team bis zur 56. Minute auf 22:23 heran. Kurz darauf führten die Gäste aber wieder mit 25:22 und ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.

SV Eintracht Wiefelstede - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg III 20:31 (14:14). Grüppenbührens Trainer Gerold Steinmann sprach nach dem Spiel von einer „soliden Mannschaftsleistung“. Außerdem lobte er Nico Parwanow für dessen Leistung als Abwehrchef. „Er hat das Zentrum gut dicht gemacht, was nur sechs Gegentreffer im zweiten Abschnitt deutlich zeigen“, betonte Steinmann. Die Gäste begannen zielstrebig, legten ein 4:1 vor und hielten ihre Führung bis zum 14:10 kurz vor der Pause. Erst als Grüppenbühren ein paar Chancen ungenutzt ließ, kam Wiefelstede zum Ausgleich – 14:14.

Nach dem Wechsel diktierte die Steinmann-Sieben aber wieder das Geschehen, zog auf 18:15 davon und baute den Vorsprung über ein 26:19 bis zum 31:20-Endstand aus.

HG Jever/Schortens II - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II 28:17 (13:10). Die Leistung, die die Grüppenbührener Reserve in Jever ablieferte, erinnerte an längst vergangene Zeiten, denn eigentlich setzte das Team von Trainer Andreas Müller im bisherigen Saisonverlauf eher positive Akzente. Dieses Mal traute der Coach aber seinen Augen kaum. In der Abwehr nicht entschlossen genug und im Angriff desolat – so präsentierten sich die Gäste über weite Strecken. Dazu kamen immer wieder Disziplinlosigkeiten. Lediglich Torhüter Timo Linnemann erreichte Normalform und verhinderte mit seiner Leistung eine noch höhere Pleite. Nils Hammler brachte die Gäste zwar schnell mit 1:0 in Führung, doch schon wenig später deutete sich die mangelnde Einstellung der Grüppenbührener an. Nach zehn Minuten führten die Hausherren bereits mit 6:1. Etwas Hoffnung auf Besserung hatte Trainer Müller, als sein Team auf 5:6 verkürzte (16.). Zur Pause hatte sich Jever allerdings über ein 9:5 auf 13:10 abgesetzt.

In der Kabine erinnerte Müller dann noch einmal an seine Vorgaben. Dominik Krüger erzielte wenig später das 11:13, doch danach erlahmte das Angriffsspiel der Gäste vollends. Spätestens nach dem 17:11 von Jever ließen die Grüppenbührener die Köpfe hängen, hatten mehr mit sich selbst zu tun als mit dem Gegner und kassierten beim Abstiegskandidaten eine ebenso überraschende wie empfindliche Niederlage.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+