Heimsieg gegen Bissendorf-Holte Rieken-Team zeigt Reaktion - 35:34

Dötlingen-Neerstedt. Die Hallenuhr zeigte noch eine Minute und 22 Sekunden Restspielzeit, die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt führten im Heimspiel mit 35:33, der TV Bissendorf-Holte hatte gerade nur den Pfosten getroffen. Doch statt nun ruhig aufzubauen, verlor das Team von Trainer Dag Rieken den Ball überhastet. Bissendorfs Torhüter Marius Voß leitete sofort den Tempogegenstoß ein, den Sebastian Nüße zum 34:35 abschloss. Mit dem Schlusspfiff erhielten die Bissendorfer vom gut leitenden Schiedsrichtergespann Holger Cordes/Volkmar Hustedt (TSV Daverden/HSG Delmenhorst) noch einen direkten Freiwurf zugesprochen. Diesen zirkelte Arne Rehme-Schlüter an der Neerstedter Mauer vorbei - doch TVN-Keeper André Hoffmann war auf dem Posten und parierte. Damit blieb es beim knappen 35:34 (19:17)-Erfolg der Hausherren, die so einen Fehlstart in die Saison verhinderten.
12.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Gunnar Schäfer

Dötlingen-Neerstedt. Die Hallenuhr zeigte noch eine Minute und 22 Sekunden Restspielzeit, die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt führten im Heimspiel mit 35:33, der TV Bissendorf-Holte hatte gerade nur den Pfosten getroffen. Doch statt nun ruhig aufzubauen, verlor das Team von Trainer Dag Rieken den Ball überhastet. Bissendorfs Torhüter Marius Voß leitete sofort den Tempogegenstoß ein, den Sebastian Nüße zum 34:35 abschloss. Mit dem Schlusspfiff erhielten die Bissendorfer vom gut leitenden Schiedsrichtergespann Holger Cordes/Volkmar Hustedt (TSV Daverden/HSG Delmenhorst) noch einen direkten Freiwurf zugesprochen. Diesen zirkelte Arne Rehme-Schlüter an der Neerstedter Mauer vorbei - doch TVN-Keeper André Hoffmann war auf dem Posten und parierte. Damit blieb es beim knappen 35:34 (19:17)-Erfolg der Hausherren, die so einen Fehlstart in die Saison verhinderten.

Bereits vor dem Anpfiff hatte Rieken die erste Hiobsbotschaft hinnehmen müssen. Andre Willmann, torgefährlicher Rückraumspieler der Neerstedter, hatte sich während der Arbeit sein Knie verdreht und droht, für längere Zeit auszufallen. Auch Ersatzmann Eike Kolpack hatte am Donnerstag aufgrund eines grippalen Infekts das Bett hüten müssen, stellte sich jedoch in den Dienst der Mannschaft und machte seine Sache gut.

Von all diesen Widrigkeiten ließen sich die Gastgeber nicht schocken und wollten Wiedergutmachung für die unerwartete Auftaktniederlage in Drochtersen leisten. Das Rieken-Team ging von Beginn an hohes Tempo und profitierte von den vielen Bissendorfer Ballverlusten. Auch Torhüter Olaf Sawicki hatte einen guten Tag erwischt und stach die beiden Gästekeeper Voß und Henrik Milius klar aus. So führte die Heim-Sieben schnell mit 3:0 (3.), 9:5 (9.) und 11:6 (15.). Doch dann kam die 3:2:1-Deckung der Gäste auf Betriebstemperatur, verschob gut zur Seite und kaufte dem Neerstedter Angriff den Schneid ab. Bis zur Pause hatten sich die Gäste auf zwei Tore zum 17:19 herangearbeitet - auch weil der 3:2:1-Deckung der Rieken-Mannen im Spielverlauf die Kraft ausging.

In der zweiten Halbzeit wurde es immer mehr ein Spiel auf Augenhöhe. Rieken hatte zwar eine voll besetzte Bank, doch gönnte er seiner ersten Sieben nur wenig Verschnaufpausen. Anders sein Gegenüber Maik Rapczinski, der munter durchwechselte. Dennoch gab es keinen Bruch im Spiel der Gäste, die vor allem durch exzellente Deckungsarbeit bestachen. Allerdings behielten die Neerstedter einen kühlen Kopf und konnten - immer wenn die Gäste herangekommen waren - eine Schippe drauflegen. Wie beispielsweise nach dem 26:25 (43.), als Tim Schulenberg (2) und Malte Grotelüschen wieder auf 29:25 erhöhten (48.). Trotzdem kamen die Rapczinski-Schützlinge durch Max Koch erstmalig zum Ausgleich - 33:33 (57.). Danach zog Neerstedt aber durch Schulenberg und Stefan Timmermann auf 35:33 davon (59.). Trotz des knappen Ergebnisses lobte Rieken sein Team: "Es war die von mir geforderte Reaktion. Der Sieg war psychologisch wichtig."

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+