Aktuell fünf Corona-Patienten in Behandlung Am Krankenhaus Delmenhorst sieht man sich gewappnet

Klinikleiter Christian Peters spricht von vier zu behandelnden Verdachtsfällen, die unter Quarantäne stehen. Bisher wurde ein Erkrankter auf die Intensivstation gebracht und steht dort auch unter Beatmung.
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Am Krankenhaus Delmenhorst sieht man sich gewappnet
Von Gerwin Möller

Fürs Josef-Hospital gilt schon seit Donnerstag ein generelles Besuchsverbot. Ähnliche Zutrittsbeschränkungen für die Klinik hatte es zuletzt im März gegeben. Ein absolutes Verbot gilt für Personen mit Atemwegsinfekten. Für einige Personengruppen gelten Ausnahmen, dazu wurden Informationen im Internet veröffentlicht.

Aktuell hat die Klinik fünf Corona-Patienten aufgenommen. Klinikleiter Christian Peters spricht bei vier der stationär zu Behandelnden von Verdachtsfällen, die unter Quarantäne stehen. Bisher wurde ein Erkrankter auf die Intensivstation gebracht und wird dort auch beatmet.

Das Krankenhaus an der Wildeshauser Straße ist vom Land Niedersachsen verpflichtet worden, fünf Prozent seiner insgesamt 22 Intensiv- und zwei Prozent seiner 223 Normalbetten zur Aufnahme von Corona-Patienten freizuhalten. „Wenn ein Bett auf diese Weise belegt wird, muss sofort ein anderes freigemacht werden“, sagt der Chefarzt für Innere Medizin, Klaus Gutberlet.

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Momentan kommt ein Krisenteam des Krankenhauses zweimal pro Woche zusammen, „das war zu Beginn der Krise noch anders, damals trafen wir uns dreimal“, berichtet Gutberlet. Das Krankenhaus hat seinen Angaben zufolge bereits Notfallpläne in der Schublade: Man habe sich verpflichtet, die Klinik innerhalb von 48-Stunden freiräumen zu können. „Wir würden das auch innerhalb von 36 Stunden schaffen“, sagt Gutberlet. Danach wäre das Hospital in der Lage, ausschließlich Corona-Patienten aufzunehmen. Bisher geschehe dies in einer räumlich abgetrennten Isolierstation.

Den Anstieg an Covid-19-Infektionen bei noch glimpflichen Verläufen erklärt Gutberlet damit, dass sich aktuell vorwiegend jüngere Menschen angesteckt haben. Dem älteren Bevölkerungsanteil bescheinigt er einen verantwortungsbewussteren Umgang mit den AHA-plus-Lüften-Regeln.

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Für Gutberlet kommt es darauf an, dass sich alle Menschen jetzt selbst hinterfragen und gegebenenfalls persönliche Einschränkungen auferlegen, das sei wohl einem erneuten Lockdown vorzuziehen, meint er. „Wir müssen dahin kommen, dass jeder guckt, welches Verhalten unterlassen werden kann.“ Und allen rät er auch, sich selbst zu fragen, wie es bei ihnen um das richtige Tragen des Mund-Nasenschutzes bestellt ist. Brillenträger sieht Gutberlet übrigens im Vorteil, die seien einer Statistik zufolge weniger von einer Corona-Infektion betroffen. Auch wenn es langsam nervig erscheine, so Gutberlet, aber den Hinweis aufs regelmäßige Händewaschen kann er einem nicht ersparen.

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