Bis 4 Uhr morgens Das Party-Protokoll: So feiern die Werder-Profis den Aufstieg

Es war eine verrückte Nacht in Bremen: Den Aufstieg des SV Werder Bremen haben nicht nur die Fans ausgiebig gefeiert. Auch die Profis hatten einen langen Partyabend vor sich. Das Protokoll:
16.05.2022, 12:52
Lesedauer: 3 Min
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Von Björn Knips

17.23 Uhr: Abpfiff im Weserstadion – die Aufstiegsparty beginnt mit einem Platzsturm. Werder hat vorsorglich die Tore geöffnet und sogar das Ballfangnetz gekürzt, damit sich niemand verletzt. Ordner sperren sofort einen Sicherheitsbereich vor der Trainerbank ab, um der Mannschaft ein bisschen Freiraum zu verschaffen. Während Kapitän Ömer Toprak in die Kabine flüchtet, sitzt Niclas Füllkrug auf dem Zaun zur Ostkurve mit Megafon und Bengalo in der Hand. Hinterher wird er behaupten: „Das war ich nicht.“ Die Teamkollegen haben ihren Spaß bei der Bier-Dusche.

17.40 Uhr: Clemens Fritz kommen beim TV-Interview mit Radio Bremen die Tränen, so emotional überwältigt ist Werders Leiter Profifußball.

18.10 Uhr: Leonardo Bittencourt, Christian Groß und Ilia Gruev crashen die Pressekonferenz, machen Ole Werner ordentlich nass. Der hat sich gerade erst geschüttelt, da legt Marvin Ducksch nach.

18.20 Uhr: Ole Werner, Clemens Fritz und Boss Klaus Filbry eilen zum angesetzten Talk im VIP-Bereich – und werden dort ausgiebig gefeiert.

19.15 Uhr: Die Spieler haben den Platz verlassen, der Trainer hat alle Interviews gegeben, jetzt ist die Kabine rappelvoll. Mit dabei prominente Gäste wie Jan Delay, Johannes Strate und Laura Wontorra. Dank Delay wird Ole Werner als Feierbiest geoutet. Ein bei Instagram veröffentlichter Film zeigt den Coach, wie er auf dem Tisch stehend den Song „Nie mehr 2. Liga“ regelrecht zelebriert. Ein absolutes Highlight dieses verrückten Tages.

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19.45 Uhr: Die Mannschaft überrascht den VIP-Bereich mit einer Polonaise und bewegt sich so Richtung Truck, der vor dem Stadion auf die Aufsteiger wartet.

20.05 Uhr: Der grün-weiße Truck setzt sich in Bewegung und kommt kaum durch auf dem Osterdeich, so viele Fans wollen hautnah dabei sein. Oben geben Niclas Füllkrug und Leonardo Bittencourt den Ton an. Die Stimmung ist fast besser als beim Double-Gewinn 2004. Auf halbem Weg Richtung Innenstadt gibt es ein Feuerwerk, Jiri Pavlenka hat plötzlich ein Bengalo in der Hand. Erst nach zweieinhalb Stunden ist der Truck wieder am Stadion – und alle sind überwältigt, aber längst noch nicht fertig.

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22.40 Uhr: Einige Profis gehen tatsächlich duschen, andere machen einfach weiter. Im VIP-Bereich West steigt eine große Party mit den Mitarbeitern des Vereins. Die Partnerinnen der Spieler sind nun auch mit dabei. Die Werder-Familie feiert!

0.45 Uhr: Die Taxis warten schon, jetzt soll getanzt werden. Es geht ab Richtung Bahnhof.

1.05 Uhr: Die ersten Werder-Profis treffen am „La Viva“ ein – einer Disco am Hauptbahnhof. Ganz vorne dabei natürlich Niclas Füllkrug. Der Stürmer hatte nach dem Spiel angekündigt, den ganzen Tag so zu verbringen, wie er vom Platz gekommen ist: mit freiem Oberkörper – und nur eine Hose an. Aber „Lücke“ hat immerhin noch ein Trikot übergezogen, trägt dafür aber nur Badelatschen. Eigentlich ein „No go“ in so einem Laden, aber an diesem Abend ist alles erlaubt. So dürfen Marco Friedl und Marvin Ducksch ans DJ-Pult und dem Partyvolk einheizen.

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Der Laden ist rappelvoll. 1000 Gäste passen rein, Werder allein hat mehr als 150 mitgebracht: Spieler, Partnerinnen, Mitarbeiter – und auch das Trainerteam. Ole Werner feiert ordentlich mit. In einem kleinen abgesperrten Bereich haben die Aufstiegshelden die Möglichkeit, mal kurz durchzuatmen. Doch kaum einer gönnt sich eine Pause. Nur Kapitän Ömer Toprak hält sich eher im Hintergrund auf. Um 4 Uhr sind noch fast alle da. Erst eine Stunde später leert sich die Disco so langsam. Ob die Werder-Profis dann noch weiterziehen, haben sie nicht verraten…

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Das Magazin zum Aufstieg

Werder hat es geschafft: Nach nur einer Zweitliga-Saison sind die Grün-Weißen wieder zurück in der Bundesliga. An diese Saison 2021/22 wird man sich noch lange erinnern. Weil es kein normales Jahr war, sondern eine wilde Achterbahnfahrt durch die stärkste zweite Liga aller Zeiten. Mit dem Magazin zum Aufstieg würdigen wir Werders spektakuläre Saison auf mehr als 80 Hochglanzseiten, wir zeigen die emotionalsten Bilder und erklären die wichtigsten Momente auf dem Weg zurück in die erste Liga. Das Magazin zum Aufstieg – das sind erstklassige Erinnerungen an eine außergewöhnliche Saison. Und es ist ein Blick in die Zukunft: Was erwarten prominente Fans und frühere Spieler jetzt von Werder? Auch die Antworten darauf gibt es in unserem grün-weißen Magazin. Das Magazin ist erhältlich im Handel, unseren Zeitungshäusern, auf www.weser-kurier.de/shop und telefonisch unter 0421/3671 6616, 80 Seiten, 5 Euro.

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