Neue DFL-Regelung Wenn Werder nicht weiter spart, droht ab 2024 ein Punktabzug

Wie der „kicker“ berichtet, wird die Lizenzierungsordnung des Ligaverbandes ab der Saison 2024/2025 deutlich verschärft. Was das für Werder Bremen bedeutet.
22.11.2022, 20:40
Lesedauer: 2 Min
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Von mbü

Das eine Echo ist noch nicht ganz verklungen, da gibt es von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) direkt die nächste Meldung mit Nachhall. Wie der „kicker“ berichtet, wird die Lizenzierungsordnung des Ligaverbandes ab der Saison 2024/2025 deutlich verschärft. Wer demnach ab diesem Zeitpunkt gegen die Kapitalauflagen der DFL verstößt, wird nicht mehr länger mit einer Geldstrafe sanktioniert, sondern muss obligatorisch mit einem Punktabzug zum Saisonstart rechnen. Aktuell plagt sich der SV Werder Bremen mit einer schmerzhaften Strafe herum, satte 2,5 Millionen Euro soll der Bundesligist - wie berichtet - wegen der Nichteinhaltung der Vorgaben zahlen. Der Verein hatte kürzlich in Person von Club-Boss Klaus Filbry angekündigt, Einspruchsmöglichkeiten „vollumfänglich ausschöpfen“ zu wollen und „am Ende auch vor ein ordentliches Gericht“ zu gehen.

Werder hatte zuvor ebenso wie Zweitligist 1. FC Nürnberg ein negatives Eigenkapital zum Ende des Kalenderjahres 2021 ausgewiesen und nachfolgend eine weitere Verschlechterung hinnehmen müssen. Beim Geschäftsjahr der Bremer (1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022) hatte es dagegen ein Plus von acht Millionen Euro gegeben, der Fehlbetrag war von minus 20,3 Millionen Euro auf deren zwölf gesunken. Doch das allein genügte nicht und sorgte jetzt für Unmut. Im Frankenland waren andere, geringere Zahlen der Grund dafür, dass die dortige Strafe mit 500.000 Euro deutlich niedriger ausfiel.

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Mit dem jetzigen Beschluss der Vereine während der jüngsten DFL-Mitgliederversammlung folgen die Clubs der 1. und 2. Bundesliga neuen Regularien des europäischen Fußballverbandes Uefa. Dort heißt es etwa: „Der Lizenzbewerber muss in seinem Jahresabschluss bzw. Zwischenabschluss eine Nettoeigenkapitalposition ausweisen, die: a. positiv ist; oder b. sich seit dem letzten 31. Dezember um mindestens 10 Prozent verbessert hat.“ Wichtig für die Topvereine einer jeden Liga: Wer die Vorgaben nicht einhält, darf nicht an den europäischen Wettbewerben teilnehmen. Ansonsten gilt: Zunächst gibt es einen Zähler Abzug, ab der Saison 2025/2026 sollen es dann zu Beginn sogar deren drei sein.

Aufgrund der pandemischen Lage hatte die DFL die Kapitalauflage zuletzt für die Jahre 2020 und 2021 ausgesetzt, für das Jahr 2022 gilt die Vorgabe, dass sich das negative Eigenkapital nicht signifikant verschlechtern darf. Weil Werder vor allem coronabedingt in finanzielle Nöte geraten war, zuletzt aber intensiv gegengesteuert hatte, war die jüngste Strafe bei Klaus Filbry auf wenig Gegenliebe gestoßen. „Für uns ist es schwer nachvollziehbar, dass wirtschaftlich gute Arbeit mit einer Strafzahlung sanktioniert wird“, hatte er erklärt und die juristischen Schritte angekündigt. 

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