Ex-Werder-Kapitän Welche Erfahrungen Zlatko Junuzovic bei den New York Red Bulls sammelt

Zlatko Junuzovic arbeitet an seiner Karriere nach der Karriere: Werder Bremens ehemalige Kapitän absolviert in New York ein Weiterbildungsprogramm beim Fußballkonzern Red Bull.
27.03.2023, 12:01 Uhr
Lesedauer: 2 Min
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Von Hans-Günter Klemm

Zlatko Junuzovic feilt weiterhin fleißig an seiner Karriere nach der Karriere – und hat dafür kürzlich eine weite Reise auf sich genommen. Aktuell befindet sich Werder Bremens ehemalige Kapitän in New York und absolviert dort eine Art Weiterbildungsprogramm beim Fußballkonzern Red Bull. Nachdem der 35-Jährige seine aktive Laufbahn im Vorjahr nach einem vierjährigen Gastspiel bei Red Bull Salzburg beendet hatte, strebt er nun eine Zukunft als Trainer an. Die Erfahrungen im „Big Apple“ sollen ihn dabei ein gutes Stück weiterbringen. Aber auch aus der Ferne hat Junuzovic seinen alten Bremer Verein nicht aus den Augen verloren. „Werder muss sich schon lange keine Gedanken mehr machen, was den Klassenerhalt betrifft“, sagt der Österreicher, der von 2012 bis 2018 am Osterdeich unter Vertrag stand.

Die Ergebnisse der Grün-Weißen verfolgt „Zladdi“ nach wie vor aufmerksam, auch wenn sein Alltag gerade eher wenig mit der Bundesliga zu tun hat. Schon während seiner Zeit als Profi hatte der Mittelfeldstratege Sportmanagement studiert, auch Trainerscheine hat er schon erworben. Bei den New York Red Bulls geht es jetzt um weitere praktische Erfahrungen, nachdem Junuzovic während der Hinrunde als Co-Trainer des FC Liefering, dem Farmteam von Red Bull Salzburg, gearbeitet hatte.

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„Es geht darum, das System und die Spielphilosophie einmal von der anderen Seite kennenzulernen“, sagt Junuzovic über das Projekt an der Ostküste der USA, das für ein halbes Jahr angelegt ist. Seine ersten Eindrücke, seit er im Januar in die Vereinigten Staaten geflogen ist und im Februar auch das Trainingslager der New Yorker im kalifornischen Palm Springs besucht hat: „Ich habe schon viel gelernt. Die Fortbildung hier tut mir gut.“

Werder muss sich schon lange keine Gedanken mehr machen, was den Klassenerhalt betrifft.
Zlatko Junuzovic

In New York arbeitet der 55-fache österreichische Nationalspieler als Assistent eines Landsmannes. Gerhard Struber, ebenfalls durch die Red-Bull-Schule in Salzburg gegangen, ist seit November 2020 der Chefcoach des MLS-Teams. In der Vergangenheit waren dort schon mehrere namhafte Fußballlehrer engagiert. Zuletzt etwa Jesse Marsch, Bradley Carnell und Bruce Arena, früher sogar weltweit populäre Zeitgenossen wie Bora Milutinovic, Carlos Queiros und Carlos Alberto Parreira.

Es ist anzunehmen, dass sich Junuzovic in der Fußballsparte des Getränke-Multis Red Bull etablieren und dort weiter aufsteigen wird. „Ich freue mich auf einem neuen Lebensabschnitt“, sagt er – und betont: „Mir bietet sich eine berufliche Chance in einem tollen Umfeld, die ich nutzen möchte.“ Mit Red Bull Salzburg hatte Junuzovic in den letzten Jahren seiner Laufbahn noch acht Titel gewonnen, was ihm während seiner Zeit in Bremen kein einziges Mal vergönnt gewesen war. Es ist nicht auszuschließen, dass er bei dem Seriensieger aus dem Nachbarland eines Tages auch als Trainer infrage kommt. Oder irgendwann bei seinem anderen Ex-Club Werder?

Ausschließen möchte Junuzovic das nicht: „Ich habe mich bei Werder immer wohlgefühlt. Warum sollte ich nicht dorthin zurückkehren?“ Mit dem, was er von Werder in dieser Saison zu sehen bekommt, ist er jedenfalls sehr zufrieden. „Werder spielt stabil und kompakt. Diese Qualitäten zeichnen die Mannschaft aus“, betont er. Natürlich weiß auch Junuzovic um die Vergleiche zur Saison 2020/2021, als Werder am Ende absteigen musste. Doch Befürchtungen, dass es dieses Mal wieder so ablaufen könnte, hat er nicht. Sein Zwischenfazit in der Länderspielpause: „Die Mannschaft ist heuer wesentlich gefestigter. Und es gibt einige Mannschaften in der Spielklasse, die eindeutig schwächer sind und sich nicht retten können.“

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