Werder-Neuzugang Niklas Stark in der Analyse: Seine Schwächen, seine Stärken

Wie gut passt Niklas Stark eigentlich zu Werder Bremen? Experten haben sich die Stärken und Schwächen des 27-Jährigen einmal genauer angesehen.
29.05.2022, 18:37
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Es ist ein Transfer, der auch überregional aufmerksam zur Kenntnis genommen wurde: Werder Bremen hat sich die Dienste des erfahrenen Innenverteidigers Niklas Stark (kommt ablösefrei von Hertha BSC) gesichert und damit durchaus ein Zeichen an die Konkurrenz gesetzt - seht her, namhafte Spieler glauben wieder an die sportliche Perspektive, die Werder bieten kann. Stark dürfte in der neuen Bremer Hintermannschaft absolut gesetzt sein. Im Auftrag unserer Deichstube haben sich die Experten von CREATEFOOTBALL die Stärken und Schwächen des 27-Jährigen einmal genauer angesehen.

Seine Stärken

Zweikampfführung in der Defensive, Balleroberung, Antizipation

Seine Schwächen

Vertikale Spieleröffnung, niedrige Erfolgsrate im Kopfball

Die Analyse zu Niklas Stark

Stark ist sowohl in der Innenverteidigung als auch im zentral defensiven Mittelfeld einsetzbar. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison lief der 27-jährige für Hertha BSC in der Hinrunde vor allem auf der linken Innenverteidigerposition auf, nach der Verpflichtung von Marc-Oliver Kempf in der Winterpause kam er in der Rückrunde dann häufiger als Sechser zum Einsatz. Sein Spielstil kennzeichnet sich durch eine hohe Defensiv-Arbeitsrate. Stark ist sehr erfolgreich in Defensivzweikämpfen (74%) und erobert viele Bälle (12,4 im Schnitt pro Partie). Auch die Antizipation von Pässen des Gegners (6,2 Interceptions, also abgefangene Pässe im Schnitt pro Partie) gehört zu seinen Stärken. Schwächen hat Stark trotz seiner Größe von 1,90 Meter in der Luft (51% gewonnene Kopfballduelle) sowie im Spielaufbau. Bei der vertikalen Spieleröffnung bereiten ihm besonders die Genauigkeit seiner progressiven Pässe (62% Genauigkeit) und die Zuspiele in das gegnerische Drittel (63%) Probleme, was unter anderem aber auch an der schwachen Gesamtperformance der Hertha gelegen hat.

Wie passt Niklas Stark zu Werder Bremen?

Stark könnte Ömer Toprak auf der zentralen Innenverteidigerposition ersetzen. Mit seinen Stärken kann er diese Position durchaus bekleiden. Bei einem System mit Dreierkette, wie es Werders Cheftrainer Ole Werner bevorzugt, könnte Stark beispielsweise zwischen Marco Friedl und Neuzugang Amos Pieper agieren. Seine beiden Innenverteidigerkollegen dürften dann den vertikalen Spielaufbau weitestgehend übernehmen, sodass Starks mäßige Passqualitäten eher bedingt zum Einsatz kommen würden. Allerdings fällt auf, dass Stark als möglicher Toprak-Ersatz gerade in der Luft (Toprak gewinnt 66% seiner Kopfballduelle, Stark nur 51%) noch deutlich erfolgreicher sein muss – zumal der ebenfalls neuverpflichtete Amos Pieper in diesem Bereich ebenfalls unter dem Bundesligaschnitt liegt.

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