Sieg gegen Paderborn Fritz sieht Teamgeist als Werders großen Trumpf

Ein unangenehmer Gegner? Ein miserabler Rasen? Rückstand? All diese Dinge konnten Werder gegen Paderborn nicht stoppen. Clemens Fritz macht dafür vor allem eine Eigenschaft des Teams verantwortlich.
23.01.2022, 18:23
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Auch Clemens Fritz hatte das Foto schon gesehen. Natürlich hatte er das. Läuft es doch seit Samstagnachmittag rauf und runter in den Sozialen Netzwerken – und steht dabei auf eine Art stellvertretend für das, was Werder Bremen derzeit so sehr auszeichnet. „Wir haben einen wirklich starken Teamgeist“, betont der Leiter Profifußball und Scouting, „und das sieht man auch auf diesem Bild“. Es zeigt: 17 Männer in einer weiß gefliesten Umkleidekabine, jubelnd und ausgelassen einen äußerst kuriosen Sieg feiernd. Entstanden war das Motiv nach dem Bremer 4:3-Erfolg beim SC Paderborn, bei dem bereits auf dem Platz zu sehen gewesen war, dass dieses Team gerade offenbar nichts aus der Bahn werfen kann.

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Ein unangenehmer, weil gut organisierter Gegner? Ein miserabler Rasen? Dazu ein kleinlicher Schiedsrichter und ein zwischenzeitlicher 1:3-Rückstand? All diesen Widrigkeiten hat Werder in Ostwestfalen getrotzt und letztlich den fünften Zweitliga-Sieg in Serie eingefahren. Was Fritz wiederum auf erwähnten Teamgeist zurückführt. „Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich die Mannschaft gefunden hat und dass wir jede Menge Siegeswille und Mentalität im Kader haben.“ Ein Lob, das der Ex-Profi ausdrücklich nicht nur an die erste Elf adressierte, sondern auch an jene Profis, die aktuell mit einem Platz in der zweiten Reihe Vorlieb nehmen müssen.

„Keiner lässt sich hängen, im Gegenteil. Die Jungs geben alle richtig Gas und pushen sich“, sagt Fritz. Qualität und Intensität seien im Training sehr hoch, „dafür sorgen auch die Führungsspieler, die es immer wieder einfordern“. Und innerhalb des Kaders keineswegs ein Grüppchen für sich bildeten. Auch in diesem Zusammenhang sagt das Paderborner Kabinenfoto viel aus. Ersatztorhüter Michael Zetterer steht Grimassen schneidend im Zentrum, flankiert vom lachenden Leihspieler Roger Assalé und vom grölenden Nick Woltemade, für die es aus unterschiedlichen Gründen sportlich zuletzt jeweils nicht gerade rosig lief. „Die Jungs wissen aber, dass wir alle Spieler brauchen und jeder wichtig für die Gruppe ist“, sagt Fritz, der Cheftrainer Ole Werner übrigens einen großen Anteil an der Entstehung des Teamgeists zuschreibt.

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„Ole hat nach seiner Amtsübernahme eine Klarheit und Ruhe in die Mannschaft gebracht, die ihr sehr gutgetan hat. Er hat klar vermittelt, was er fordert, ohne die Spieler dabei zu überladen.“ Dass das dann Erfolg um Erfolg brachte, habe für ein „gewisses Selbstverständnis“ gesorgt, sagt Fritz. Schiebt aber sogleich den Hinweis hinterher, „dass es keinen Grund für uns gibt, auch nur einen Schritt weniger zu machen. Wir müssen unser Pensum Woche für Woche abrufen.“ Das Foto aus der Paderborner Kabine soll schließlich nicht das letzte seiner Art in dieser Saison gewesen sein.

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