Kaufen statt leihen Warum Werder die Einkaufspolitik geändert hat

Werder hat in diesem Sommer neue Spieler bisher nur fest eingekauft. Clemens Fritz als Leiter Profifußball schließt Ausleihen wie in der vergangenen Saison aber nicht aus. Das Transferfenster sei ja noch offen.
13.07.2022, 17:50
Lesedauer: 1 Min
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Von Malte Bürger

Noch in der vergangenen Saison war es ein beliebtes Transfermodell des SV Werder: das Leihgeschäft. Lars Lukas Mai, Roger Assalé oder Mitchell Weiser sind allesamt nur auf Zeit nach Bremen gekommen und inzwischen wieder weg. In diesem Sommer agiert Werder anders, hat in Amos Pieper, Niklas Stark, Dikeni Salifou, Jens Stage, Lee Buchanan und Oliver Burke neues Personal bislang ausschließlich fest eingekauft.

Vielleicht auch, weil gerade die Erfahrungen mit Assalé und Mai zuletzt nicht die besten waren. Andererseits ist der Wunsch nach einer frühzeitigen Planungssicherheit beim Kader - so wie Werder ihn formuliert hat - nur selten mit Leihgeschäften zu erfüllen. Potenzielle Leistungsträger für die 1. Liga sind oft, wenn überhaupt, erst spät zu bekommen.

Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball und Scouting will die jüngste Trendwende nicht überbewerten. „Noch ist das Transferfenster nicht zu, das kann ja durchaus noch passieren“, erklärt er mit Blick auf mögliche Leihen. Der 41-Jährige gesteht aber auch: „Es ist sicherlich so, dass wir bestrebt sind, Spieler fest zu verpflichten, denn im Endeffekt wollen wir damit natürlich auch Mehrwerte für den Verein schaffen.“ Oder anders formuliert: Der Weiterverkauf eines Spielers spült eben Geld in die leeren Kassen, was nach dem Ende einer Leihe nicht der Fall ist. „Wir verschließen uns deshalb nicht vor Leihspielern", sagt Fritz, „bisher war es allerdings so, dass wir aus unserer Sicht andere gute Lösungen gefunden haben.“ Vor allem ablösefreie. Lediglich für Jens Stage musste Geld an dessen Ex-Verein FC Kopenhagen überwiesen werden.

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