Wegen eines Tweets FPÖ will Werder verklagen

Wegen eines Tweets droht die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) dem SV Werder Bremen mit einer Klage. FPÖ-Chef Abwerzger scheut dabei vor drastischen Worten nicht zurück.
04.07.2022, 16:17
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Nächste Runde im Zoff zwischen dem SV Werder Bremen und der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Markus Abwerzger, der Chef der rechtspopulistischen Partei für den Bereich Tirol, fordert von Werder binnen einer Woche eine Entschuldigung für einen Tweet und droht mit einer Klage.

Via Twitter hatte Werder am Wochenende die Durchführung eines FPÖ-Aktionstages in unmittelbarer Nähe zum Bremer Trainingslager in Zell am Ziller beklagt und mit dem Slogan „Klare Kante gegen Nazis“ ein deutliches Statement gesetzt. Dafür gab es von vielen Werder-Fans großes Lob, aus dem Lager der FPÖ dagegen nicht nur Kritik, sondern auch wüste Beschimpfungen.

„Niemand braucht diese links versifften Piefke bei uns“, schrieb etwa Wiens FPÖ-Pressesprecher und Ex-Landtagsabgeordneter Leo Kohlbauer und empfahl dem Bundesligisten: „Sollen's in Buntland den Regenbogen-Ramadan feiern.“ Abwerzger bezeichnete die Werder-Verantwortlichen als „offensichtliche Hohlköpfe“ und ließ nun die Androhung einer Klage mit Ultimatum folgen.

„Es gibt von uns keine weitergehende Kommentierung“, teilte Werders Mediendirektor Christoph Pieper auf Nachfrage unserer Deichstube mit. Wie zu hören ist, steht der Club weiterhin voll hinter dem Tweet, möchte aber kein Öl ins Feuer gießen. Die Bremer bereiten sich noch bis Sonntag in Österreich auf die neue Bundesliga-Saison vor. 

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