Die Stimmen zum Werder-Spiel Werner: "Es war eine desaströse Leistung"

Werders Verantwortliche und Spieler haben nach dem 1:7 in Köln klare Worte gefunden. Es gebe nichts zu beschönigen, sagte Trainer Ole Werner. Clemens Fritz befand: "Das Spiel war eine Frechheit." Die Stimmen.
21.01.2023, 22:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marius Winkelmann

Ole Werner (Trainer Werder Bremen): „Unter dem Strich kann man sagen, dass heute alles schiefgelaufen ist. Ich glaube nicht, dass es an taktischen Dingen lag. Es ging in Phasen die ersten 20 bis 25 Minuten auch noch. Wir haben im Endeffekt die ersten drei Tore selbst geschossen. Danach haben wir uns in der Zweikampfführung ergeben und haben vorne so gut wie keinen Ball an den Mann gebracht und gesichert. Unter dem Strich war es heute eine desaströse Leistung, bei der wir nichts beschönigen sollten. Für uns ist es wichtig, die Lehren aus dem Spiel zu ziehen und uns zu hinterfragen, warum uns so ein Auftritt heute passiert ist. Denn heute hat wirklich gar nichts funktioniert.“

Marco Friedl (Werder-Kapitän): „Die ersten fünf Tore haben wir uns selbst eingeschenkt, wir haben alles vermissen lassen und den Kölnern in die Karten gespielt. Wir wussten, was auf uns zukommt und haben alles falsch gemacht. Dass es schwierige Phasen geben wird, war uns allen klar. Wir müssen da jetzt als Mannschaft gemeinsam rauskommen und können damit zum Glück schon am Mittwoch anfangen.“

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Leonardo Bittencourt (Werder-Profi): „Wir wurden vorgeführt. Sie haben uns einfach überrannt und verdient gewonnen. Ich weiß nicht, was wir aus diesem Spiel rausziehen wollen. Das müssen wir einfach abhaken. Die wussten von A bis Z ganz genau, was wir machen. Schicken uns noch zwei Tage vorher die Aufstellung. Wir wurden heute auf gut deutsch hops genommen. Ich weiß nicht, was wir aus diesem Spiel rausziehen wollen. Das müssen wir einfach abhaken.“

Mitchell Weiser (Werder-Profi): „Der Auftritt war bodenlos von uns allen. Wenn du so eine Leistung ablieferst, muss das auch angesprochen werden. Da kann sich keiner rausnehmen heute. Vor allem wir älteren Spieler müssen uns hinterfragen, gerade auch ich. Wenn du in dem Geschäft so eine Leistung ablieferst, muss es auch angesprochen werden. Das geht nicht. So wollen wir nicht auftreten. Das wird uns so nie wieder passieren. Das kann ich versprechen.“

Clemens Fritz (Werders Leiter Profifußball): „Ich finde gar keine Worte für das, was wir heute geleistet haben. Wir waren in allen Belangen, wirklich in allen Belangen den Kölnern unterlegen. Es hat alles gefehlt, das Spiel war eine Frechheit. Wenn du in der Verteidigung nicht den Kontakt suchst und gar nicht richtig hingehst, wie willst du dann Zweikämpfe gewinnen? Wir brauchen jetzt ganz klar eine Reaktion. So ein Spiel werden wir nicht mehr abliefern.“

Niklas Schmidt (Werder-Profi): „Wir haben viele Fehler gemacht und uns dämlich angestellt. Wenn es um Punkte geht, muss man mutig sein und in die Zweikämpfe gehen. Diese Kleinigkeiten haben alle nicht gepasst. Wir haben uns so einfache Fehler geleistet, dann wird es in Köln schwer, so einen Rückstand aufzuholen.“

Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln): „So ein Spiel hast du einmal im Leben. Heute hat einfach fast alles gepasst, aber wir können das realistisch einordnen. Das ist ein Spiel, was du natürlich nicht immer haben wirst. Wir haben aus den ersten fünf Torschüssen fünf Treffer erzielt. Wir freuen uns über das Ergebnis.“

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