Unentschieden in Sandhausen Offensiv gedacht, defensiv gepatzt: Wieso Mai durchspielte

Im Spiel gegen den SV Sandhausen lief Innenverteidiger Lars Lukas Mai ziemlich neben der Spur. Ausgewechselt wurde die Bayern-Leihgabe jedoch erst in der 67. Minute.
25.10.2021, 11:08
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Von Carsten Sander

Gegen Darmstadt 98 war es Nicolai Rapp, der mit einem zu lasch geratenen Rückpass ein Gegentor verschuldete. Werder verlor auch deshalb mit 0:3. In Sandhausen kopierte dann Lars Lukas Mai den Kollegen, was zum Elfmeter und zum 1:1 führte. „Es war ein Fehler von Lasse“, räumte Trainer Markus Anfang ein, was ohnehin jeder im Stadion und am TV erkannt hatte. Schon vor der Szene aus der 27. Minute und auch danach war nicht zu übersehen, dass Mai, 21 Jahre junger Innenverteidiger, salopp gesagt ziemlich neben der Spur lief. In der 67. Minute verursachte die Leihgabe des FC Bayern beinahe einen weiteren Gegentreffer, und in Minute 84 war Mai dann weit entfernt von Pascal Testroet, der das 2:1 für Sandhausen köpfen durfte.

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Frage: Wieso wurde Mai trotz erkennbarer Schwächen nicht schon vorher ausgewechselt? Antwort Trainer Markus Anfang: „Wir haben darüber nachgedacht, ihn rauszunehmen.“ Aber nicht, wegen der Abwehrfehler, sondern „ um eine andere Dynamik reinzubringen“, so Anfang. Letztlich entschied sich der 47-Jährige nur für offensive Wechsel, veränderte personell nichts in der Abwehr. Anfang: „Wir haben nur nach vorne gedacht und wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen.“ Und Mai blieb hinten drin, um die langen Bälle des Gegners zu klären: „Lasse ist mit seinem Kopfballspiel sehr präsent.“ Aber nicht in der Szene, als Dennis Diekmeier flankte und Testroet einköpfte. Da war Mai weder mit dem Kopf noch sonst irgendwie präsent.    

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