Wasserstofftechnologie Bremerhaven erhält Fördergelder für Wasserstoff-Projekt

Aus Berlin gibt es vom Bundesverkehrsministerium Geld für Bremerhaven. Es geht um ein Wasserstoff-Projekt mit Fokus auf Schifffahrt und Luftfahrt. Das Zentrum Wasserstofftechnologie entsteht aber woanders.
28.04.2021, 19:13
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Bremerhaven erhält Fördergelder für Wasserstoff-Projekt
Von Peter Hanuschke

Beim Bundesverkehrsministerium stehen insgesamt 1,6 Milliarden Euro an Fördergeldern für die Nationale Wasserstoffstrategie zur Verfügung. Bei der aktuellen Vergabe soll auch Bremerhaven bedacht werden - allerdings nicht in dem Umfang wie andere Städte. Denn für ein neues Innovations- und Technologiezentrum Wasserstofftechnologie (ITZ) sind Projekte aus Chemnitz, Duisburg und Pfeffenhausen in Bayern in der engeren Auswahl, wie jetzt feststeht. Hier geht es um den Aufbau eines Innovations- und Technologiezentrum für Wasserstofftechnologie (ITZ). Ausgeschrieben hatte diesen Standortwettbewerb das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Bremerhaven, Hamburg und Stade hatten ebenfalls Bewerbungen eingereicht. Die seien so interessant, „dass wir ihnen eine gemeinsame Untersuchung mit Fokus auf die Luftfahrt und Schifffahrt fördern werden“, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Welchen Umfang diese Förderung haben könnte, stand noch nicht fest. Die genaue Ausgestaltung des Luft- und Schifffahrt-Clusters sei noch offen und werde im Dialog mit den drei Standorten erarbeitet. Insgesamt gab es 15 Bewerbungen für das ITZ. Das soll laut BMVI den Fokus auf die Wertschöpfungskette der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in der Mobilität haben. Es soll ein Teil vom Netzwerk des „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ werden.

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Bei der Bewerbung der Seestadt waren für die Inhalte die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS) sowie Bremens Wirtschaftssenatorin verantwortlich. Unterstützung gab es dafür von zahlreichen Instituten und Unternehmen. Bei der Abgabe der Bewerbungsunterlagen im Januar waren Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD) und Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) sehr zuversichtlich: „Wir haben bereits mit dem Modellprojekt ‚Wasserstoff – Grünes Gas für Bremerhaven‘, in dem auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Luneort ein Elektrolyseur-Testfeld entsteht und mithilfe von Windkraft grüner Wasserstoff produziert werden soll, eine wichtige Forschungsgrundlage in diesem Bereich geschaffen“, so Schilling damals. Ausschlaggebend für die Bewerbung um das geplante Technologie- und Innovationszentrum Wasserstoff war laut Vogt „vor allem auch die Bandbreite der in sich verzahnten Wirtschafts- und Infrastruktur im Land Bremen“.

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