Artemis-Projekt Mondrakete wird repariert

Zweimal bereits ist in den vergangenen Tagen ein Startversuch der Artemis-Mondmission gescheitert. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat nun einen Plan für die Reparatur der Rakete vorgelegt.
08.09.2022, 16:18
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Mondrakete wird repariert
Von Christoph Barth

Die US-Weltraumbehörde Nasa will das leckgeschlagene Betankungssysytem der Mondrakete SLS zunächst auf der Startrampe des Kennedy Space Center in Florida reparieren. Für weitere Arbeiten ist anschließend eine Rückkehr in die Montagehalle allerdings nicht ausgeschlossen, teilte die Nasa mit. Damit ist unklar, wann der nächste Startversuch der Mondmission "Artemis" erfolgen kann.

Auf der Startrampe wollen die Techniker eine Dichtung ersetzen, die am vergangenen Sonnabend den zweiten Startversuch der SLS verhindert hatte. Aus einem Betankungsstutzen war Wasserstoff entwichen, mit dem die Rakete befüllt werden sollte. Der flüssige Wasserstoff wird auf minus 250 Grad heruntergekühlt – diese Bedingungen lassen sich nur auf der Startrampe schaffen, so dass die Reparatur dort erfolgen soll.

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Trotzdem schließt die Nasa nicht aus, die Rakete anschließend für weitere Arbeiten in die Montagehalle zurückzurollen. Dies könnte auch deshalb erforderlich sein, weil die Betriebsgenehmigung für den Selbstzerstörungsmechanismus der SLS nach 25 Tagen ausläuft. Dieser soll verhindern, dass die Rakete bei einem Fehlstart unkontrolliert zu Boden stürzt. Eine neue Zertifizierung durch die Behörden kann nur in der Montagehalle erfolgen.

Einen neuen Starttermin nennt die Nasa nicht. Die nächsten Startfenster liegen zwischen dem 19. September und 4. Oktober und dem 17. und 31. Oktober.

Der europäische Raketenbauer Ariane vermeldet unterdessen den zweiten erfolgreichen Start einer Ariane- 5-Rakete in diesem Jahr. Von der Weltraumbasis Kourou in Französisch-Guayana wurde in der Nacht zu Donnerstag ein Eutelsat-Kommunikationssatellit ins All geschossen. Er soll die Versorgung abgelegener Regionen in Europa mit schnellem Internet verbessern. Der Weltraumstandort Bremen ist sowohl an dem Artemis-Projekt als auch am Bau der Ariane beteiligt.

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