Kommentar zur Aussicht auf Rot-Grün-Rot Absehbar

Die Bremer Grünen streben ein Regierungsbündnis mit SPD und Linken an. Unerwartet kommt das nicht, alles andere wäre an der Parteibasis kaum zu vermitteln gewesen, meint Jürgen Theiner.
06.06.2019, 08:42
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Absehbar
Von Jürgen Theiner

Sie kommt nicht überraschend, die Vorentscheidung der Grünen für ein Bündnis mit SPD und Linken. In der Sondierungsgruppe um Spitzenkandidatin Maike Schaefer gab es zwar durchaus Befürworter eines Jamaika-Experiments ‒ zumal sich CDU und FDP in den bisherigen Gesprächsrunden bis an die Grenze zur Selbstverleugnung auf die Öko-Partei zubewegt hatten. Doch groß war eben auch die Angst der Jamaika-Anhänger, mit einer entsprechenden Koalitionsempfehlung auf der Landesmitgliederversammlung zu scheitern.

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Die grüne Basis in Bremen tickt nämlich immer noch deutlich linker als etwa die in ­Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein, wo sich große Teile der Partei bereits als Teil des bürgerlichen Lagers empfinden und die Berührungsängste gegenüber der CDU auf kommunaler Ebene abgebaut ­waren, bevor schwarz-grüne oder Jamaika-Landeskabinette zustande kamen. In Bremen ist das anders. Hier ignorieren viele Mitglieder die Avancen von CDU und FDP und sehnen ein linkes Reformbündnis ­herbei. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob es zustande kommt und wie viel grüne DNA sich in einem Koalitionsvertrag wiederfindet.

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