Corona-Verordnung Bremer Stufenmodell: Wann welche Corona-Regeln gelten

Beim Bremer Corona-Stufenmodell ist die Zahl der neu aufgenommen Corona-Patienten in den Krankenhäusern entscheidend. Welche Regeln in welcher Stufe gelten, erklären wir in dieser Übersicht.
30.09.2021, 16:24
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Bremer Stufenmodell: Wann welche Corona-Regeln gelten
Von Timo Thalmann

Ab 1. Oktober gilt in Bremen die neue Corona-Verordnung. Die Neuerungen im Überblick:

Inzidenz: Statt der Zahl der Neuinfektionen der zurückliegenden sieben Tage entscheidet nun die Zahl der neuen Corona-Patienten in den Krankenhäusern über die Maßnahmen, mit denen die Corona-Pandemie eingedämmt werden soll. Gerechnet wird auch diese als Hospitalisierungsinzidenz bezeichnete Zahl in Bezug auf jeweils 100.000 Einwohner.

Bremen sieht dabei vier Stufen vor, in denen jeweils strengere Regeln gelten: Die Stufe null gilt bei weniger als drei neuen Patienten in den Kliniken. Die Stufe eins greift bei drei bis sechs Neuaufnahmen, die folgende Stufe zwei gilt, solange es bei weniger als zwölf Neuaufnahmen bleibt, darüber gilt die Stufe drei. Die Anwendung der Stufen wird für die jeweilige Stadtgemeinde Bremen und Bremerhaven festgestellt. Der Wechsel zwischen einer Stufe erfolgt, wenn der jeweilige Grenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen über- oder unterschritten wird. Am 1. Oktober wurde in beiden Städten erstmals offiziell bekannt gegeben, welche Stufe gilt.

Stufe null: In der Stufe null wird ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Menschen empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Die Maskenpflicht gilt nur im Einzelhandel, im Nahverkehr und bei Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern. Wird der Zutritt nur Geimpften und Genesenen (2G) gewährt, kann die Maskenpflicht entfallen. Gastronomie, Sport und Kultur kann ohne Einschränkungen stattfinden.

Stufe eins: Der Mindestabstand ist weiterhin eine Empfehlung. Die Maskenpflicht gilt unverändert wie in Stufe null. Für Gastronomie, Sport und Kultur wird zusätzlich eine 3G-Regelung eingeführt. Nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete erhalten Zutritt, brauchen dann aber weder eine Maske noch sind Abstände zu beachten. Restaurants, Kinos oder Sportstätten können dementsprechend alle Plätze belegen. Ausnahme sind Großveranstaltungen: Mehr als 25.000 Teilnehmer sind nicht zugelassen, es sei denn, der Veranstalter führt eine 2G-Regelung ein.

Stufe zwei: Der Mindestabstand wird außerhalb der eigenen vier Wände gegenüber Dritten wieder verpflichtend. Die Maske wird in allen geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr verpflichtend. Für Gastronomie, Sport und Kultur gilt zusätzlich zur 3G-Regelung die Maskenpflicht und das Abstandsgebot, sodass sich auch wieder Kapazitätsbeschränkungen ergeben. Darauf kann verzichtet werden, wenn der Gastronom oder Veranstalter auf eine 2G-Regelung umstellt.

Stufe drei: Welche über die Stufe zwei hinausgehenden Einschränkungen dann gelten, wollen die Behörden abhängig vom konkreten Infektionsgeschehen festlegen.

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