CDU-Bürgermeisterkandidat Carsten Meyer-Heders Beraterkreis steht

Fachleute aus Wirtschaft und Gesellschaft werden den Bremer CDU-Bürgermeisterkandidaten Carsten Meyer-Heder in den kommenden Wahlkampfwochen inhaltlich beraten. Am Mittwoch stellte er den Kreis öffentlich vor.
13.02.2019, 12:54
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Carsten Meyer-Heders Beraterkreis steht
Von Jürgen Theiner

Ein Team von neun Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben soll dem CDU-Bürgermeisterkandidaten Carsten Meyer-Heder in den Wochen des Wahlkampfs – und im Erfolgsfall auch darüber hinaus – mit Rat und Tat zur Seite stehen. Am Mittwoch hat Meyer-Heder den Kreis vorgestellt. Darin finden sich Personen, über die der WESER-KURIER bereits berichtet hatte, aber auch einige Überraschungen.

Aufhorchen lässt zum Beispiel der Name Thomas Fürst. Der Banker ist eines von vier Vorstandsmitgliedern der Sparkasse Bremen, er soll Meyer-Heder auf dem Feld der Finanzen unterstützen. Mit Mathias Möller findet sich auch ein aktiver Schulleiter in der Runde. Möller steht dem Kollegium des Schulzentrums Walle vor. Er gilt als erfahrener Pädagoge und verfügt auch über soziale Expertise, liegt seine Schule doch in einem Stadtteil, in dem viele Kinder in schwierigen Verhältnissen aufwachsen.

"Nach siebzig Jahren braucht ein Land einen politischen Wandel"

Den Bereich Wirtschaft decken die Personalberaterin Cornelia Hopp und Thorsten Rönner ab, seines Zeichens Geschäftsführer der Heinrich-Rönner-Gruppe mit Standorten unter anderem in Bremerhaven und Vegesack. Für das Thema Innere Sicherheit steht die Polizistin Cornelia Renken, für Bildung/Kitas/Wissenschaft die Vorsitzende des Gesamtelternbeirates der katholischen Kindertagesstätten in Bremen, Katja Moede-Nolting.

Aus dem Bildungsbereich kommt zudem die pensionierte frühere stellvertretende Leiterin der Gesamtschule Ost, Annette Rüggeberg. Als Stimme des Handwerks gilt Hans-Jörg Kossmann, der Vorsitzende der Bremer Kfz-Innung. Von Peter Hoedemaker sollen als früherem Geschäftsführer von Käfer Isoliertechnik Impulse für die Digitalisierung ausgehen.

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In ihren Kurzvorstellungen beschrieben die Mitglieder des Kompetenzteams ihre jeweilige Motivation, sich an Meyer-Heders Seite zu stellen. So sagte etwa der Werftunternehmer Thorsten Rönner: „Nach siebzig Jahren braucht ein Land einen politischen Wandel.“ Cornelia Hopp will daran mitwirken, Bremen als „attraktiven Standort“ in puncto Wohnen, Verkehr und Bildung zu profilieren. Schulleiter Mathias Möller hofft, dass unter einem Bürgermeister Carsten Meyer-Heder „Bildungspolitik ideologiefrei diskutiert werden kann“. Er sieht in dem Seiteneinsteiger aus der Wirtschaft „einen Ermöglicher, keinen Bedenkenträger“.

Gremium trifft sich regelmäßig

An dem Beitrag von Sparkassenvorstand Thomas Fürst wurde deutlich, dass in dem Beraterkreis durchaus quer zur offiziellen CDU-Programmatik gedacht wird. So zeigte sich Fürst offen für den Gedanken, die 400 Millionen Euro an Sanierungshilfen, die Bremen ab 2020 zusätzlich als liquide Mittel aus Berlin bekommt, nicht nur für die Tilgung der Bremer Altschulden einzusetzen. Ein Teil könne aus seiner Sicht auch für Zukunftsinvestitionen verwendet werden, die dafür sorgen, dass auch künftig die Steuerquellen sprudeln. Der Entwurf des CDU-Wahlprogramms schließt das bisher aus. Dort steht, dass die 400 Millionen Euro komplett für den Abbau des Schuldenbergs von gut 20 Milliarden Euro verwendet werden sollen.

Meyer-Heder sagte bei der Präsentation des Kompetenzteams, er lege Wert auf die „360-Grad-Perspektive“, die sein Beraterkreis verkörpere. Das Gremium werde sich nun regelmäßig treffen, sei aber nicht mit einem Schattenkabinett für den Fall eines CDU-Wahlsiegs zu verwechseln. In der Parteiführung sind nicht wenige Akteure froh, dass Meyer-Heders Beraterkreis nun endgültig steht. Der Spitzenkandidat hatte sich mit der Zusammenstellung des Teams in den vergangenen Monaten erkennbar schwer getan. Einige der Fachleute, die dem Kreis nun angehören, sind nach Informationen des WESER-KURIER letztlich nicht von Meyer-Hederselbst, sondern von der Partei angesprochen worden.

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