700.000 Anrufe pro Stunde Hotline für Corona-Impftermine in Niedersachsen überlastet

Viele ältere Menschen können sich jetzt für einen Corona-Impftermin anmelden - per Telefon oder online. Wegen des erwarteten Andrangs kam es am Donnerstagmorgen allerdings zu einer Überlastung der Hotline.
28.01.2021, 11:18
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Niedersachsens Hotline für die Vergabe von Corona-Impfterminen ist wie erwartet mit Anfragen überrannt worden. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover sagte am Donnerstag, allein in der ersten Stunde von 8 bis 9 Uhr seien mehr als 700.000 Anrufe erfasst worden. Die Leitungen waren überlastet. Anrufer berichteten von Schwierigkeiten, durchgestellt zu werden.

Das Internetportal www.impfportal-niedersachsen.de, auf dem auch Impftermine vereinbart werden können, war am Donnerstagmorgen ebenfalls überlastet. Schon am Vormittag tauchte dort der Hinweis auf, dass wegen „ der großen Nachfrage nach Impfterminen und der äußerst geringen verfügbaren Impfstoff-Menge über das Impfportal derzeit keine Termine mehr buchbar“ seien. Im Laufe des Tages sollten jedoch neue Termine verfügbar sein.

Die Landesregierung hatte bereits im Vorfeld mit einer enormen Nachfrage gerechnet, sodass es zu Wartezeiten und technischen Problemen kommen könnte. Insgesamt leben in Niedersachsen rund
550.000 Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Im Lauf des Tages will das Ministerium über die genaue Nachfrage nach den Impfterminen informieren.

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Außerdem können noch nicht alle Impfzentren sofort Termine anbieten, weil der Impfstoff knapp ist. In einem Schritt sind lediglich bis zu 30 der 50 Impfzentren dabei. Vergeben werden können maximal rund 15.000 Termine. „Solange Niedersachsen nicht regelmäßig deutlich mehr Impfstoff erhält, wird es leider nicht möglich sein, die Zahl der Termine schon kurzfristig deutlich zu erhöhen“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Sie rief zudem alle, die noch nicht impfberechtigt sind, auf, die Hotline freizuhalten.

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Egal, ob online oder am Telefon, müssen die Impfwilligen ihren Namen, ihre Adresse und ihr Geburtsdatum angeben. Danach wird der bevorzugte Kontaktweg für die Terminbestätigung abgefragt - möglich sind E-Mail, Brief und Handynummer. Die Terminbestätigung muss später mit zum Impftermin genommen werden.

Impfberechtigte, die nicht über 80 Jahre alt sind, können von kommender Woche an ihren Termin anfragen. Das gilt insbesondere für die Beschäftigten von ambulanten Pflegediensten.

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