Gebühren für Polizeieinsätze beglichen

DFL hat Bremen 1,17 Millionen überwiesen

Die Deutsche Fußball Liga hat die Bremer Rechnungen über insgesamt 1,17 Millionen Euro für den Einsatz zusätzlicher Polizeikräfte fristgerecht beglichen. Das hat auch für Werder Bremen unmittelbare Folgen.
23.09.2019, 15:19
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DFL hat Bremen 1,17 Millionen überwiesen
Von Ralf Michel
DFL hat Bremen 1,17 Millionen überwiesen

Bremen hat der Deutschen Fußball Liga rund 1,17 Millionen Euro für Polizeieinsätze bei Hochrisiko-Spielen in Rechnung gestellt - und das Geld fristgerecht erhalten.

Christian Charisius/dpa

Die Deutschen Fußball Liga (DFL) hat Bremen 1,17 Millionen Euro überwiesen. Dabei handelt es sich um die von Bremen erhobenen Gebühren für den Einsatz zusätzlicher Polizeikräfte bei vier Heimspielen des SV Werder Bremen, die als sogenannte Hochrisikospiele eingestuft worden waren. Das Geld ist Ende vergangener Woche eingegangen, teilte die Innenbehörde am Montag auf Anfrage des WESER-KURIER mit.

Mindestens 500.000 Euro davon werden wie angekündigt für die Begleichung von Überstunden der Polizei verwendet, hieß es hierzu seitens des Innenressorts. Wofür der Rest verwendet wird, müsse noch im Haushaltsausschuss beraten werden.

Wie berichtet war die DFL juristisch bis vor das Bundesverwaltungsgericht gegen die Rechnung aus Bremen vorgegangen, hatte dort im März dieses Jahres aber eine empfindliche Niederlage eingesteckt. Die Bundesrichter in Leipzig erklärten die Bremer Gebühren als rechtens. Daraufhin hatte die Bremer Innenbehörde mehrere bis dahin auf Eis gelegte Gebührenbescheide an die DFL auf den Weg geschickt, versehen mit der Forderung, sie bis Ende September zu zahlen. Diese Frist hat die DFL eingehalten. Allerdings erfolgte die Zahlung ausdrücklich unter Vorbehalt. Die Fußball Liga hält sich eine Überprüfung der Rechnungen sowie weitere juristische Schritte dagegen ausdrücklich offen. Außerdem hat die Fußball Liga angekündigt, die Hälfte der Rechnung unmittelbar an Werder Bremen als Mitveranstalter der Spiele weiterzureichen.

Die Frage nach der Gebührenerhebung für zusätzliche Polizeikosten beschäftigt in dieser Woche auch die Bremische Bürgerschaft. Die FDP hat sie zum Gegenstand einer Aktuellen Stunde am Mittwochvormittag gemacht.

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