Für Fünf- bis Elfjährige Kinderimpfzentrum in Bremen öffnet am 14. Dezember

In Bremen wird es ab kommendem Dienstag ein eigenes Kinderimpfzentrum geben, in dem Fünf- bis Elfjährige die Spritze gegen Covid-19 erhalten. Standort ist das ehemalige SWB-Gebäude an der Sögestraße.
08.12.2021, 15:07
Lesedauer: 2 Min
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Kinderimpfzentrum in Bremen öffnet am 14. Dezember
Von Sabine Doll

Die ersten Einladungen werden in dieser Woche per Post verschickt, am kommenden Dienstag öffnet dann das neue "Kinder-Impfzentrum Sögestraße". In der ehemaligen SWB-Geschäftsstelle an der Ecke Sögestraße/Am Wall werden ausschließlich Fünf- bis Elfjährige geimpft. Derzeit befindet sich dort noch die Impfstelle Mitte für Erwachsene, die vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird, die Hilfsorganisationen betreiben auch das neue Zentrum.

Laut Gesundheitsbehörde sind zunächst 100 Impfungen am Tag geplant. Geimpft wird – in einer niedrigeren Dosis – mit dem Vakzin von Biontech. Der Impfstoff ist für Kinder ab fünf Jahren zugelassen, die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) steht noch aus. "Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Impfstoff gut vertragen wurde und bei Kindern sehr wirksam ist", sagt Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) mit Verweis auf andere Länder. Die Räume in dem Zentrum würden kindgerecht gestaltet; die Impfungen würden von Kinder- und Jugendärzten verabreicht, auch das weitere Personal habe viel Erfahrung in der Arbeit mit Kindern.

Mit den Schreiben erhalten die Sorgeberechtigten einen Code, mit dem auf der Internetseite www.impfzentrum.bremen.de ein Termin gebucht werden kann. Zunächst werden die Jahrgänge 2010 und 2011 eingeladen. "Sollten in den kontaktierten Familien jüngere Geschwisterkinder ab fünf Jahre leben, können diese zum Termin mitgebracht und geimpft werden", teilt die Behörde mit. Für alle zu impfenden Kinder muss die Einwilligung aller Sorgeberechtigten vorliegen. Bei der Impfung muss zudem mindestens ein Elternteil oder Sorgeberechtigter anwesend sein. Es genüge nicht, wenn ein Kind von einem älteren Geschwisterkind oder Verwandten begleitet wird.

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Impfungen von Kindern ab fünf Jahren sind auch in Kinder- und Jugendarztpraxen möglich. "Leider liegt bisher keine Empfehlung der Stiko für die Fünf- bis Elfjährigen vor. In der Regel werden Familien mit gesunden Kindern diese abwarten wollen; aber gerade Familien mit chronisch kranken Kindern und anderen Risikopersonen warten oft schon dringend auf den jetzt zugelassenen Kinderimpfstoff", sagt der Vorsitzende der Kinder- und Jugendärzte, Stefan Trapp. Kinder mit besonders schweren Vorerkrankungen sollten am besten bei ihren Kinderärztinnen und -ärzten geimpft werden, da diese die Krankenvorgeschichte und ihre Besonderheiten am besten kennen, so Trapp.

Alle ab Montag, 13. Dezember, für die Impfstelle Mitte gebuchten Termine für Erwachsene finden laut der Behörde im neuen Impfzentrum am Brill statt, die betreffenden Personen würden benachrichtigt.

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