Strategie gegen Lebensmittelverschwendung Bremer Mensen setzen auf Weiterverarbeitung

Lebensmittelverschwendung wird am ersichtlichsten dort, wo Menschen essen. Die Mensen des Bremer Studierendenwerks setzen deshalb auf Weiterverarbeitung von überschüssigen Nahrungsmittelresten.
20.09.2020, 05:00
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Bremer Mensen setzen auf Weiterverarbeitung
Von Simon Wilke

Fast 38.000 Studierende waren zuletzt an den Hochschulen des Landes Bremen eingeschrieben. Sie alle – wie auch Mitarbeiter und Besucher – können sich in den neun Mensen und Cafeterien des Studierendenwerks mit Mahlzeiten versorgen. Daher ist Lebensmittelverschwendung auch hier ein Thema, wenngleich im Verhältnis zu Privathaushalten ein weniger drängendes, sagt Sprecher Maurice Mäschig.

Zahlen zur gesamten Menge an anfallenden Nahrungsmittelresten würden zwar nicht erhoben, aber man bemühe sich „um eine bestmögliche Nutzung“ der Lebensmittel. Hierzu gehörten „eine nachfrageorientierte Produktion sowie moderne Küchengeräte, mit denen wir auch gezielt kleinere Mengen nachproduzieren können“. Größter Faktor bei den anfallenden Abfällen sei das, was bei den Gästen auf den Tellern zurückbleibe, so Mäschig. Und dazu gibt es dann doch eine Zahl: Diese Menge soll sich im vergangenen Jahr auf etwa 50 Gramm pro Teller belaufen haben.

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Die Mensen des Studierendenwerks setzen zudem auf die Verwertung überschüssiger Lebensmittel. „Nicht vermeidbare Reste werden nach Möglichkeit, wie in vielen Privathaushalten ebenfalls, weiterverarbeitet. Als klassisches Beispiel können hierbei Nudeln genannt werden, aus denen am Folgetag ein Nudelsalat wird“, sagt Mäschig.

Und auch die Länge der Lieferkette eines Produkts kann die Menge der Abfälle beeinflussen. In den Betrieben des Studentenwerks setze man daher wenn möglich auf regionale Erzeuger. So würden Milchprodukte aus Lilienthal, Speiseeis aus Hamburg und in Bremen gerösteter Kaffee angeboten.

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