Mehr Mobilität für Bremen

Neues Leihrad-Angebot "WK-Bike" startet

In anderen Städten gibt es bereits länger die Möglichkeit, an verschiedenen Stellen ein Fahrrad auszuleihen. Nun gibt es mit "WK-Bike" ein solches Angebot auch in Bremen.
18.06.2018, 19:08
Lesedauer: 3 Min
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Neues Leihrad-Angebot
Von Aljoscha-Marcello Dohme
Neues Leihrad-Angebot "WK-Bike" startet

Von links: Eric Dauphin, Martin Günthner, Joachim Lohse, Andreas Heyer und Jens Christian Meyer.

Frank Thomas Koch

In Hamburg, Berlin oder in Köln gibt es schon länger die Möglichkeit, an verschiedenen Orten in der Stadt ein Fahrrad auszuleihen. Die WESER-KURIER Mediengruppe bringt mit WK-Bike ein solches Angebot nun auch nach Bremen. Neben der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) ist auch "Bremen Bike it" als Partner dabei. Am Montag wurde das Fahrradverleihsystem auf dem Marktplatz vorgestellt.

Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) bezeichnete "WK-Bike" als sinnvolle Ergänzung der Mobilitätsmöglichkeiten in Bremen. "Das Angebot ist sehr gut gemacht und wird deshalb ein Erfolg werden", prognostizierte Lohse. Die Räder seien ansprechend gestaltet und die Handhabung sei leicht verständlich.

"Wirklich gutes Angebot"

Auch Wirtschaftssenator Martin Günthner begrüßte die Initiative. "Das ist ein wirklich gutes Angebot. So können neben Bremerinnen und Bremern auch Touristen die Stadt mit dem Fahrrad erkunden oder von A nach B kommen", sagte der SPD-Politiker. Daneben sei das Leihsystem auch für Teilnehmer von Tagungen attraktiv, etwa, wenn im Herbst der weltweit größte Raumfahrtkongress veranstaltet werde.

WK Bike - nextbike - Werkstatt - Mitarbeiter Matthias Kretzschmann

Mathias Kretzschmann in der Werkstatt auf dem Gelände des Druckhauses in Woltmershausen. Hier werden die Räder repariert und gewartet.

Foto: Koch

Sven Eckert und Albrecht Genzel vom Allgmeinen Deutschen-Fahrradclub (ADFC) gehörten zu den ersten Testfahrern der WK-Bikes. "Ich bin einmal über den Domshof gefahren und dabei hat das Fahrrad einen stabilen Eindruck gemacht", sagte Genzel. Die Reifen seien gut auf das Kopfsteinpflaster in der Innenstadt eingestellt. "Das Angebot steht Bremen gut an", sagte er.

Studenten auf Tour

Die Studenten Emily Patig, Shakir Umer und Eshutusk Rijel waren zufällig am Marktplatz vorbeigekommen und haben sich sofort ein WK-Bike ausgeliehen. "Wir kommen alle von außerhalb und haben deshalb kein Fahrrad in Bremen. Daher ist ein solches Angebot total super", sagte Patig. Vor allem begeistere sie, dass es direkt auf dem Campus der Jacobs University, wo die Drei studieren, eine Leihstation gibt. Von der Bürgerschaft aus machten sich die jungen Leute direkt zu ihrer ersten Fahrradtour entlang der Weser auf.

Die Fahrräder können ab diesem Dienstag an mehr als 40 Orten in der Hansestadt ausgeliehen und wieder zurückgebracht werden. Daneben gibt es zwei sogenannte Flexzonen, die sich in der Innenstadt und in der Neustadt befinden. Dort können die WK-Bikes an jedem Ort gemietet und auch abgestellt werden.

Keine Blockade von Fußwegen

"Damit Passanten von den herumstehenden Fahrrädern nicht behindert werden, muss auf der Abstellfläche noch mindestens zwei Meter Platz sein", sagte Werkstattleiter Oliver Steffens, der auf dem Druckhausgelände des WESER-KURIER in Woltmershausen für die Instandhaltung der Räder zuständig ist. Außerdem dürften die WK-Bikes nicht auf Fuß- und Fahrradwegen sowie an Fahrradständern geparkt werden.

Bis Mittwoch sollen insgesamt 325 Fahrräder in der Stadt verteilt sein. Zunächst befinden sie sich an virtuellen Stationen, die über die WK-Bike-App (Nextbike-App) gefunden werden können. Später werden die festen Stationen nach und nach aufgebaut. Mithilfe der App können die Räder auch ausgeliehen werden. Dafür muss ein QR-Code auf dem WK-Bike eingelesen werden. Anschließend öffnet sich das Fahrradschloss, die Fahrt kann beginnen. Aber auch telefonisch gibt es die Möglichkeit, die Fahrräder auszuleihen.

Test alle zwei Tage

Alle zwei Tage werden die Räder in der Stadt überprüft. Damit die Fahrradmechaniker immer über den Zustand der WK-Bikes informiert sind, arbeiten auch sie mit einer Handy-App. Die Räder sind mit einem GPS-Sender ausgestattet und können so geortet werden. Ein Ampelsystem informiert die Mechaniker, ob mit dem Fahrrad alles in Ordnung ist oder ob es ein Problem gibt. Kleinere Reparaturen erledigen die Mitarbeiter direkt dort, wo das Fahrrad gerade steht. Größere Schäden werden in der Werkstatt behoben. Dort werden die WK-Bikes auch einmal im Monat gewartet. "Wir bringen die Räder ökologisch neutral mit einem E-Lastenrad samt Anhänger von der Stadt in die Werkstatt und umgekehrt", sagte Steffens.

Wie das WK-Bike genau funktioniert, lesen Sie hier.

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