Bürgerschaftswahl 2023 Kristina Vogt führt Bremer Linken-Liste an

Die Bremer Linken rüsten sich personell für die Bürgerschaftswahl 2023. Bei der Aufstellungsversammlung ist Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt am Sonnabend zur Spitzenkandidatin gewählt worden.
03.09.2022, 12:40
Lesedauer: 2 Min
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Kristina Vogt führt Bremer Linken-Liste an
Von Jürgen Theiner

Die Linke zieht mit Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt an der Spitze in den Bürgerschaftswahlkampf. Die 57-Jährige erreichte beim Listenparteitag für den Wahlbereich Bremen am Sonnabend 87,2 Prozent der Stimmen. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, die Fraktionsvorsitzenden Sofia Leonidakis und Nelson Janßen sowie die Bildungspolitikerin Miriam Strunge. Das beste Ergebnis erzielte Bernhard mit gut 88 Prozent der Stimmen.

Während es auf den ersten fünf Plätzen keine konkurrierenden Kandidaturen gab, wurde um die weiteren aussichtsreichen Listenpositionen bis etwa Platz zehn teilweise leidenschaftlich gerungen. So bewarben sich um Platz sechs mit dem Haushaltsexperten Klaus-Rainer Rupp und dem Sozialpolitiker Cindi Tuncel zwei Schwergewichte der aktuellen Fraktion. Im ersten Wahlgang gab es zunächst ein Patt, im zweiten setzte sich Rupp knapp durch. Tuncel war von der Niederlage erkennbar getroffen. Es bedurfte einiger Überredung durch Parteigranden, um ihn später noch zu einer Kandidatur auf Platz zwölf zu bewegen.

Auf Platz sieben konkurrierten die frühere Landesvorsitzende Cornelia Barth und die Abgeordnete Maja Tegeler. Barth versuchte, mit kritischen Tönen zur Regierungsbeteiligung der Linken zu punkten. Zwar gebe es unbestreitbare Erfolge, aber eben auch enttäuschte Erwartungen, und mit Letzteren werde die Linke im Bürgerschaftswahlkampf konfrontiert werden, mahnte sie. In der Abstimmung gegen Tegeler unterlag Barth gleichwohl deutlich. Die Listenpositionen acht bis zehn belegen Ingo Tebje, Charlotte Schmitz und Dariush Hassanpour.

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In einer kämpferischen Rede attackierte Spitzenkandidatin Vogt die Politik der Ampelkoalition im Bund. Dort habe man den Menschen in der aktuellen Krise außer Duschtipps und Ratschlägen zu sparsamer Lebensführung wenig zu bieten. "In Bremen haben wir das anders gemacht", unterstrich Vogt. Die rot-grün-rote Koalition lege ihren "Fokus auf diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen". Eindringlich warb sie für den geplanten Ausbildungsfonds, aus dem Projekte für die Qualifizierung von Jugendlichen finanziert werden sollen.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte die Landesvorsitzende Anna Fischer eine positive Bilanz der linken Regierungsbeteiligung seit 2019 gezogen. "Wir haben unnachgiebig in allen Punkten einen Schwerpunkt auf soziale Fragen gelegt", sagte Fischer. Als Errungenschaften der Linken nannte sie beispielhaft das vergünstigte Sozialticket für den ÖPNV, die Absenkung der Schwimmbad-Eintrittspreise für Kinder und Jugendliche auf einen Euro, den erhöhten Landesmindestlohn und den Härtefallfonds für Menschen, die von Wasser- und Energiesperren betroffen sind.

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