Entlastungspaket Die Wohngeldreform ist nicht zu Ende gedacht

Die Wohngeldreform ist gut gemeint, aber schlecht vorbereitet. Die Behörden werden mit der Umsetzung überfordert sein, meint Felix Wendler.
22.09.2022, 05:00
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Die Wohngeldreform ist nicht zu Ende gedacht
Von Felix Wendler

In der Bremer Wohngeldstelle läuft es nicht rund. Betroffene wissen das seit Jahren – die Ampel-Koalition in Berlin weiß das möglicherweise nicht. Die Koalitionäre bringen mit der Wohngeldreform eine echte Entlastung auf den Weg, die aber kaum umsetzbar ist. Gut gemeint, aber schlecht vorbereitet. Bremens Versäumnisse braucht man nicht kleinzureden, aber andererseits stauen sich auch in anderen Großstädten bereits die Wohngeldanträge. Dass eine Verdreifachung für Chaos sorgen wird, war und ist absehbar.

Der Bund hat bislang keine konkreten Vorschläge gemacht, wie das Verfahren vereinfacht werden kann. Mehr noch: Es ist weiterhin unklar, wie die Reform genau aussehen soll. Bremen hat jahrelang gebraucht, um minimale Fortschritte bei der Bearbeitung der Anträge zu machen. Jetzt sind nur noch wenige Monate Zeit, um alle Mängel abzustellen, neue Strukturen zu schaffen und behördliche Höchstleistungen zu vollbringen – und das unter Umständen, die noch gar bekannt sind. Ist das realistisch? Wohl kaum.

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