Zwischennutzung an der Hochstraße in Bremen

Start-ups im Bundeswehrhochhaus

Das städtische Wohnungsunternehmen Gewoba bietet Projekten und Start-ups Räume des Bundeswehrhochhauses für eine Zwischennutzung an.
20.08.2019, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Start-ups im Bundeswehrhochhaus
Von Pascal Faltermann
Start-ups im Bundeswehrhochhaus

Das ehemalige Bundeswehrhochhaus an der Falkenstraße.

Christina Kuhaupt

Die Räume des Bundeswehrhochhauses di­rekt an der Hoch­stra­ße sollen nicht ungenutzt bleiben. Nachdem in den vergangenen Jahren erst das Kreiswehrersatzamt, zuletzt eine Flüchtlingsunterkunft dort seine Heimat hatte, soll das Bundeswehrhochhaus als Wohnimmobilie genutzt werden. Aus diesem Grund hatte das städtische Wohnungsunternehmen Gewoba die Immobilie erworben. Doch bis die ehe­ma­li­gen Büros zu City-​Appartements umgebaut sind, dauert es noch. Also hat sich die Gewoba dazu entschlossen, die Räume kostenlos zur Zwischennutzung anzubieten – als Creative Hub.

180 bezahlbare Wohnungen in Planung

Die Gewoba hatte das frühere Bundeswehrhochhaus in der Falkenstraße Mitte März von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gekauft. Das Hochhaus steht seit Jahren leer und die Verhandlungen zogen sich in die Länge. In dem 60 Meter hohen einstigen Behördensitz sollen bis zu 180 bezahlbare Wohnungen entstehen. Insbesondere sollen 112 öffentlich geförderte Ein- bis Zwei-Zimmerwohnungen entwickelt werden. Für das Erdgeschoss des Gebäudes sind Gewerbe- und Einzelhandelsflächen vorgesehen.

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Die Planungen für den Umbau haben nun begonnen. Der Pro­zess be­inhal­tet unter anderem einen Ar­chi­tek­ten­wett­be­werb und wird ei­ni­ge Zeit in An­spruch neh­men, sagt Christine Dose, Pressesprecherin der Gewoba. Der Wettbewerb startete vor den Sommerferien, im Herbst soll sich eine Jury zusammensetzen, um über den besten Entwurf zu entscheiden. „Wir wollen das Bundeswehrhochhaus ins Quartier hinein öffnen“, sagt Dose. Die Übergangszeit, in der eine Zwi­schen­nut­zung möglich ist, könnte maximal eine Zeit von zwei Jahren sein.

In­ter­es­sen­ten, die hier ein Ate­lier, einen Pro­jekt­raum, ein Start-​Up-Unternehmen oder an­de­re kul­tu­rel­le oder so­zia­le Nut­zun­gen um­set­zen möch­ten, kön­nen sich bei den Pro­jekt­lei­tern mel­den. Mit der Be­treu­ung des Pro­jekts be­auf­trag­te die Gewoba Marc Fucke und Ha­chem Ghar­bi. Sie wol­len dort unter dem Pro­jekt­na­men „Vi­si­ons­kul­tur“ einen Crea­ti­ve Hub er­mög­li­chen. Die Nut­zung der Räume soll dann kos­ten­frei sein, heißt es von der Gewoba. Le­dig­lich an­tei­li­ge Reinigungs-​, Wasser-​ und En­er­gie­kos­ten müs­sten von den Nut­zern ge­tra­gen wer­den. Die Räume seien in einem guten Zustand. Es gehe der Gewoba nicht um finanzielle Interessen, sondern darum, einen Vorgeschmack zu geben, was später passieren werde, erklärt Sprecherin Dose.

„Mit der Zwi­schen­nut­zung wer­den erste Im­pul­se für den zen­tra­len Stand­ort ge­setzt. Wir freu­en uns zudem, Grün­dern und Künst­lern damit eine Start­hil­fe geben zu kön­nen“, sagt Hans-​Hermann Schra­der von der Gewoba. An dem Standort solle nach dem Umbau ein richtiges Quartier entstehen. Die Lage und die Nutzungsfläche vor dem Haus ermöglichen es, neben bezahlbaren Wohnungen, beispielsweise für Studenten, bei der weiteren Bebauung des Geländes auch Konzepte für modernes urbanes Wohnen und Arbeiten zu verfolgen, so Schra­der.

Weitere Informationen

Interessenten für die Zwischennutzung im Creative Hub, können sich an Mark Fucke unter der Telefonnummer 0177 / 3027747 oder per Mail an info@vskultur.de wenden.

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