Spielplatz für alle Generationen eröffnet / Weiterer Ausbau geplant

Neuer Treffpunkt begeistert

Mit einem Mitmachprogramm ist der Mehrgenerationenplatz an der Biermannstraße eingeweiht worden. Zahlreiche große und kleine Besucher fanden sich ein und äußerten sich begeistert über die Anlage. Ein deutschlandweit wohl einmaliges Klettergerüst, eine Fläche für Tai Chi und Qi-Gong, eine Schaukel für Kinder und Erwachsene sowie ein Bolzplatz gehören zur Anlage. Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) lobte den gemeinsamen Einsatz des Amtes für Soziale Dienste, des Beirates Schwachhausen, der Nachbarschaftsinitiative "Ritas Nachbarn" und des Sportvereins 1860 für das Projekt.
03.05.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Mit einem Mitmachprogramm ist der Mehrgenerationenplatz an der Biermannstraße eingeweiht worden. Zahlreiche große und kleine Besucher fanden sich ein und äußerten sich begeistert über die Anlage. Ein deutschlandweit wohl einmaliges Klettergerüst, eine Fläche für Tai Chi und Qi-Gong, eine Schaukel für Kinder und Erwachsene sowie ein Bolzplatz gehören zur Anlage. Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) lobte den gemeinsamen Einsatz des Amtes für Soziale Dienste, des Beirates Schwachhausen, der Nachbarschaftsinitiative "Ritas Nachbarn" und des Sportvereins 1860 für das Projekt.

VON SANDY BRADTKE

Schwachhausen. Der Spielplatz an der Biermannstraße bot noch vergangenes Jahr ein eher ödes Bild. Nur ein Reck und ein Bolzplatz waren dort zu finden. Nun ist das Areal aus dem Dornröschenschlaf erwacht und zum Mehrgenerationenplatz hergerichtet worden. Auf der Einweihungsfeier gab es viel Lob für die Umgestaltung, die jedoch noch nicht abgeschlossen ist.

Zu den Neuerungen gehören ein drei Meter hohes Kletter- und Balanciergerüst, Bänke und eine Hochschaukel. Weil der Platz auch für Menschen mit Behinderung einladend sein soll, wurden zwei Hochbeete mit Duftpflanzen angelegt. Damit habe man auch die Bedürfnisse des benachbarten Paritätischen Wohlfahrtverbandes sowie des Pflegeheims "Sparer Dank" berücksichtigt, sagte Ernst Klatte von der Nachbarschaftsinitiative "Ritas Nachbarn". Für ältere Menschen sei das "erhöhte" Gärtnern leichter, und an den Duftpflanzen hätten auch Sehbehinderte Freude.

Vor einem Jahr hatte die Planung für das vom Beirat Schwachhausen initiierte und mitfinanzierte Vorhaben begonnen. Für die Gestaltung wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, der neben Beiratsvertretern "Ritas Nachbarn", der Sportverein 1860, die Uni (Sportwissenschaft) und das Amt für Soziale Dienste angehören.

Julius (13) aus Findorff und seinem gleichaltrigen Freund Justin aus Schwachhausen gefällt das große Klettergerüst am allerbesten. "Die Stelle, an der man sich selbst an der Seilbahn weiterziehen muss, um vorwärtszukommen, ist ganz lustig", berichtete Justin. Die beiden Jungen nannten die Neugestaltung eine deutliche Verbesserung. "Vorher war hier nichts", so Julius. Er wünscht sich, dass der Bolzplatz noch ausgebessert wird. "Man rutscht da ziemlich schnell aus", sagte er.

Ursel Krabiell findet, dass der Mehrgenerationenplatz "eine tolle Sache" ist – besonders weil in unmittelbarer Nähe viele junge Familien und viele Ältere leben würden. Die Seniorin wohnt seit 30 Jahren in Schwachhausen und empfand den Platz vor der Umgestaltung als "schmuddelig". Den Qi-Gong-Platz werde künftig auch der Sportverein 1860 beleben, kündigte Vereinspräsident Peter Scheuer an: "Besonders mit unseren Seniorengruppen wollen wir unseren Beitrag leisten, dass dieser Platz intensiv genutzt wird." Junge und alte Menschen zusammenzubringen, sei eines der Hauptthemen im Sozialressort, betonte die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen Anja Stahmann: "Ich wünsche mir so etwas auch für andere Stadtteile."

Insgesamt 75000 Euro sind für den Mehrgenerationenplatz verbaut worden. Finanziert wurde das Projekt aus sogenannten Impulsmitteln der Stadt, einem Zuschuss von der Stiftung Wohnliche Stadt, Globalmitteln des Beirats Schwachhausen und einer Spende des Bürgerschaftsabgeordneten Ralph Saxe. Nun fehlen laut Duffner-Hüls noch rund 40000 Euro, um die gewünschten Fitnessgeräte und Angebote für kleinere Kinder zu schaffen.

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