Vegesacker Schüler bringen sich ein Jugendforum wird Jugendbeirat

Noch in diesem Jahr soll aus dem Vegesacker Jugendforum ein Beirat werden. Bis dahin macht das Gremium Werbung für sich und realisiert parallel erste Projekte im Stadtteil.
21.01.2022, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Jugendforum wird Jugendbeirat
Von Aljoscha-Marcello Dohme

Das Logo ist entworfen und die Instagram-Seite im Netz. Mit beidem wirbt das Vegesacker Jugendforum nun großflächig auf Plakaten im Stadtteil und will so auf sich aufmerksam machen. Läuft alles nach Plan, finden noch in diesem Jahr Wahlen statt, sodass aus dem Jugendforum ein Jugendbeirat wird.

Derzeit besteht das Gremium aus den Schülerinnen Anna und Yasmin, die vor allem damit beschäftigt sind, auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. So wollen sie auch weitere Mitstreiter gewinnen. Doch parallel dazu setzen die jungen Frauen auch erste kleinere Projekte um. Durch eine Umfrage haben die Initiatorinnen etwa herausgefunden, dass sich die Jugendlichen mehr Grün im Stadtteil wünschen. "Wir haben diesen Wunsch weitergegeben. Und daraufhin wurden Bänke und Pflanzen auf dem Vegesacker Bahnhofsplatz aufgestellt", erzählt Anna. Außerdem bemängeln die Jugendlichen unter anderem, dass es zu viel Müll und zu wenig Freizeitangebote gibt. Weil diese Themen in der Umfrage am häufigsten genannt wurden, sind sie auch Teil der Werbekampagne geworden.

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Gleiches gilt für den Wunsch nach besserem Wlan am Bahnhof. "Wir haben dort zwar Wlan, aber das Netz ist sehr schwach und damit nicht benutzbar", schildert Anna. "Wenn wir am Bahnhof Vegesack auf den Bus warten, möchten wir gerne ein stärkeres Netz haben." Hierüber habe das Gremium bereits das Vegesack Marketing, das sich um die öffentliche Wlan-Versorgung im Stadtteil kümmert, informiert. Nun sei die Hoffnung, dass zeitnah schnelleres Internet am Bahnhof verfügbar ist. Die Kosten dafür muss das Forum allerdings nicht aus seinen Mitteln begleichen, die der Beirat ihm zur Verfügung stellt. "Das zahlt das Wirtschaftsressort", erklärt Vegesacks Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt. "Besseres Wlan sollte es im Interesse aller geben", ergänzt Anna. "Deshalb ist es gut, dass die Jugendlichen auf die Dringlichkeit hingewiesen haben."

Dass Jugendliche in die Entwicklung des Stadtteils mit eingebunden werden, ist für Heiko Dornstedt sehr wichtig. Schließlich sind Projekte wie etwa das Vegesacker Bahnhofsumfeld in die Zukunft gerichtet. "Was wir hier beraten, damit müssen die Vertreterinnen des Jugendforums in den nächsten Jahrzehnten klarkommen", sagt er. "Deshalb ist es mir wichtig, auch die Anforderung von jungen Leuten in die Planung mit einzubeziehen."

Derzeit ist vorgesehen, dass der Jugendbeirat im Herbst gewählt wird. Wer sich zur Wahl aufstellen lassen will, muss aber nicht zwingend in Vegesack wohnen. "Viele Jugendliche kommen aus anderen Nordbremer Stadtteilen, gehen aber in Vegesack zur Schule. Deshalb haben wir in der Wahlordnung festgelegt, dass sich nicht nur Jugendliche beteiligen können, die hier gemeldet sind, sondern auch die, die ihren Lebensmittelpunkt hier haben", sagt Christiane Gruber, in der Senatskanzlei für die Betreuung und den Aufbau von Jugendforen und Jugendbeiräten zuständig. 

Neben Christiane Gruber und Heiko Dornstedt begleitet auch Christiana Thasius die Arbeit des Gremiums. "Ich fungiere als Vermittlerin zwischen dem kommunalen und dem Jugendbeirat und leite ihn auch", erzählt sie. Außerdem würde sie die Jugendlichen bei ihrer Arbeit unterstützen. Dabei käme ihr zugute, dass sie in der Vergangenheit bereits einem Vegesacker Beiratsausschuss angehört habe.

Info

Das Gremium ist bei Instagram unter dem Stichwort Jugendbeirat Vegesack zu finden. Außerdem können sich Interessierte per E-Mail an info@jugendbeirat-vegesack.de mit den Initiatoren in Verbindung setzen.

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