Unternehmen Voi stationiert 150 E-Scooter

Verleih von Elektrorollern in Bremen gestartet

In der Bremer Innenstadt stehen die ersten E-Roller an den Straßen. Das schwedische Unternehmen Voi ist an diesem Donnerstag an den Start gegangen. Zunächst mit 150 Rollern, doch es könnten bald mehr werden.
27.11.2019, 16:58
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Verleih von Elektrorollern in Bremen gestartet
Von Frank Hethey

Das schwedische Elektromobiltätsunternehmen Voi macht in Bremen den Anfang: Als erster Anbieter ist Voi an diesem Donnerstag mit 150 Elektrorollern an den Start gegangen. Die E-Scooter werden vorerst nur in der Innenstadt stationiert, bei erhöhter Nachfrage könne der Bestand kurzfristig aufgestockt werden. Langfristig will Voi in Kooperation mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch die äußeren Stadtbezirke bedienen. "Wir wollen weiter wachsen", kündigte Claus Unterkircher, Voi-Generalmanager für Deutschland, an.

Bereits im September hatte der US-Konkurrent Lime eine Lizenz für den E-Scooter-Verleih erhalten, davon aber bislang keinen Gebrauch gemacht. Für Voi ist Bremen nach Hamburg und Lübeck der dritte Standort im Norden, in ganz Deutschland gibt es jetzt 14 Stationen. Mit Bremen stand Voi seit Juni in engem Kontakt. Die Verbotszonen, in denen keine E-Scooter abgestellt werden dürfen, hat die Stadt laut Unterkircher nach Voi-Vorschlägen eingerichtet. "Der Impuls kam von uns, Bremen hat das eins zu eins übernommen."

Voi erhebt keine Anmelde- oder monatliche Grundgebühr, aber eine Startgebühr in Höhe von einem Euro. Per kostenloser App lässt sich der nächste E-Scooter finden. Pro Minute fallen 18 Cent an, drei Cent mehr als an anderen Standorten. "Das hat mit höheren Kosten in Bremen zu tun, damit liegen wir aber immer noch unter anderen Anbietern", sagte eine Voi-Sprecherin. Die Leihgebühr wird bei der Rückgabe per Kreditkarte gezahlt.

Lesen Sie auch

Anfangs will der Betreiber täglich, später wöchentlich sein Angebot der Nachfrage anpassen. "Entsprechend viele Roller stellen wir bereit", so Unterkircher. Für Bremen ist laut Behördenvorgabe eine Person direkt verantwortlich, die mit lokalen Logistikanbietern zusammenarbeitet. Das Unternehmen will seine Roller künftig auch an Bus- oder Bahnstationen in den Außenbereichen aufstellen. "So kann man ÖPNV und Roller kombinieren", sagte Unterkircher.

++ Dieser Artikel wurde am 28. November um 06.50 Uhr aktualisiert. ++

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+