Öffentlicher Dienst im Ausstand

Warnstreik in Bremen: Wo es zu Behinderungen kommen könnte

Am Mittwoch legen nach Angaben der Gewerkschaften mehrere tausend Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Bremen ihre Arbeit nieder. Daher kann es in Ämtern und anderen Einrichtungen zu Verzögerungen kommen.
26.02.2019, 19:53
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Warnstreik in Bremen: Wo es zu Behinderungen kommen könnte
Von Imke Wrage
Warnstreik in Bremen: Wo es zu Behinderungen kommen könnte

Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst wurden in den vergangenen Tagen bereits bundesweit durch Warnstreiks begleitet. Am Mittwoch ist Bremen dran.

Federico Gambarini/dpa

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben die Gewerkschaften Verdi, Erziehung und Wissenschaft und die Gewerkschaft der Polizei für diesen Mittwoch erneut zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Wenn ab 10.30 Uhr etwa 3500 Menschen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen, müssen Bremer Bürger auf den Straßen, in Ämtern, Behörden und Institutionen mit Einschränkungen, Ausfällen und Verspätungen rechnen.

Denn die Arbeit niederlegen werden laut Gewerkschaften voraussichtlich Feuerwehrleute und Pflegekräfte, Beschäftigte der Polizei und des Justizvollzugs, der Universität, der Hochschulen, des Studierendenwerkes sowie des Gesundheitsamtes und des Amtes für Soziale Dienste. Auch Mitarbeiter des Bürger-, Ordnungs-, Standes- und des Migrationsamtes werden an den Demonstrationen teilnehmen, wie Rose Gerdts-Schiffler, Pressesprecherin des Innenressorts, am Dienstag mitteilte. In den Fällen, in denen Termine abgesagt werden mussten, seien bereits zeitnahe Alternativen angeboten worden. Kunden ohne Termin, rät sie, sollen die Ämter aufgrund längerer Wartezeiten an einem anderen Tag aufsuchen.

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Dass es vereinzelt auch zur Beeinträchtigung des Bremer Schul- und Kitabetriebes kommen könne, bestätigte Annette Kemp, Sprecherin des Bildungsressorts. Genaueres konnte sie am Dienstag noch nicht sagen, von einer „Vollbestreikung“ gehe sie jedoch nicht aus. Konkrete Aussagen über die Auswirkungen des Warnstreiks auf den Lehrbetrieb konnten auch die Sprecher der Universität Bremen und der Hochschule Bremen nicht machen. Nur so viel: Die Cafeterias und Mensen des Studierendenwerks werden teilweise geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet sein.

Durch den geplanten Demonstrationszug, der vom Weserstadion eine vier Kilometer lange Route bis zum Marktplatz führt, seien Verkehrsbehinderungen und kurzfristige Sperrungen am Vormittag wahrscheinlich, teilte die Polizei mit. Laut BSAG-Sprecher Andreas Holling habe man im öffentlichen Nahverkehr keine Umleitungen geplant. Dennoch rät er Fahrgästen, sich „je nach Sachlage“ auf Verspätungen einzustellen.

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