Kommentar über den Bremer Airport

Das Motto heißt: Ruhe bewahren

Der Bremer Flughafen wird zum dritten Mal in Folge einen Rückgang bei den Passagierzahlen erleben. Trotzdem kein Grund zur Panik, sagt Peter Hanuschke.
11.07.2017, 20:18
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Das Motto heißt: Ruhe bewahren
Von Peter Hanuschke

Die Halbjahresbilanz des Bremer Flughafens lässt erahnen, dass es erneut einen Passagierrückgang geben wird – das wäre dann das dritte Jahr in Folge nach dem Rekordergebnis 2014. Noch gibt es keinen Grund zur Sorge: Immerhin machte der Bremer Airport 2016 Gewinn, ebenso im Jahr zuvor und wahrscheinlich wird das auch in 2017 der Fall sein.

Dennoch entfernt sich der Airport immer weiter von dem selbst gesteckten Ziel der Drei-Millionen-Marke. Dieses Ziel ist nach Aussage von Flughafenchef Jürgen Bula im Wettbewerb der Flughäfen schon eine Zahl, die man langfristig erreichen sollte. Dennoch geht Bulas Konzept bislang auf: Er möchte lieber Gewinn mit weniger Passagieren machen als Verlust mit mehr Passagieren.

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Ständiges Wachstum ist bekanntlich nicht immer der Schlüssel zum Erfolg, aber der umgekehrte Weg führt auf jeden Fall in den Ruin. Insofern muss die Wachstumskurve am Bremer Flughafen wieder nach oben zeigen. Das wird auch passieren, schließlich hat der Airport allein schon aufgrund seiner Nähe zum Zentrum seine Qualitäten. Vielleicht kommt ja der Billigflieger Easyjet nach Bremen, der will bekanntlich seine Basis in Hamburg im Frühjahr 2018 schließen. Grund zur Panik gibt es in Bremen noch nicht. Ruhe bewahren, heißt das Motto. Und das können die Verantwortlichen: Im Rekordjahr sind sie auch nicht abgehoben.

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